Samstag, 25. Februar 2017

{Zitat} Einen Anfang wagen

Ich muss euch unbedingt noch ein Zitat aus den "New York Diaries - Claire" zeigen.


Irgendwie hat mich das getroffen, weil es so sehr mein eigenes Leben beschreibt. Ich weiß auch nicht immer, was ich eigentlich möchte, wo ich landen will und was mir wirklich wichtig ist. Vielleicht ist das ja in meinem Alter normal und es geht euch genauso. Vielleicht hört das auch niemals auf.
Für mich war es wichtig zu erkennen, dass es okay ist, unsicher zu sein. Ich muss nicht für alles einen gut durchdachten Plan haben. Ich muss nicht immer wissen, wo ich hinwill. Entscheidend ist, dass ich den ersten Schritt mache. Dass ich etwas neues wage, wenn ich das Gefühl habe, dass es jetzt dran ist. Und dann werde ich schon sehen, was daraus wird. Einfach mal losgehen in die Richtung, die mir passend erscheint. Oder einfach weg von dem, was falsch war.
Unsicherheiten zulassen zu können ist manchmal weiser als vermeintlich zu wissen, wie alles ausgeht. Es kann so viel passieren. Unsere Pläne gelingen selten so, wie wir uns das gedacht haben. Das habe ich am eigenen Leib erfahren. Aber das ist okay. Wenn wir wissen, welche Richtung wir einschlagen wollen, dann reicht das aus, damit am Ende alles gut wird.
Für mich spielt da auch eine große Portion Gottvertrauen hinein, aber es kann auch reichen, auf das Gute in der Welt zu vertrauen. Und darauf, dass wir das für uns Richtige schon erkennen, wenn wir es vor der Nase haben.

Mittwoch, 22. Februar 2017

{Rezension} Cruelty

Letzte Woche ist "Cruelty" von Scott Bergmann erschienen. Ich durfte es schon vorher lesen, bin aber leider nicht eher fertig geworden. Deshalb nun jetzt meine Meinung dazu.










Gwendolyns Vater ist Diplomat und sie wird in den unterschiedlichsten Städten groß. Seit ihre Mutter gestorben ist, gibt es nur noch sie beide. Gwen ist 17, als sie nach New York kommen. Doch eines Tages verschwindet ihr Vater auf einer Dienstreise nach Paris. Da die CIA ihn nicht finden kann, macht sich Gwen selbst auf die Suche. Schon bald befindet sie sich auf einer gefährlichen Jagd durch Europa und erfährt Dinge, die sie nie für möglich gehalten hätte.







Das Buch ist so geschrieben, als würde man sich im Kopf der 17-jährigen Gwen befinden. Dadurch ist das Buch wahrscheinlich vor allem für Jugendliche interessant, die sich mit dem Schreibstil wohl eher identifizieren können. Ich habe eine Weile gebraucht, bis ich mich daran gewöhnt hatte.
Gwen macht im Buch eine große Veränderung durch. Dabei legt sie ihr naives, liebevolles Wesen ab und wird zu einer fast skrupellosen Frau, die knallhart ihr Ziel verfolgt. Auch ihr mehrmals wechselndes Umfeld kann diese Veränderung wahrnehmen. Ich fand es interessant zu sehen, wie die Umstände und ein fester Wille einen Menschen formen können. Gwen war mir nie so richtig sympathisch, aber da man von ihr am meisten weiß und sie diejenige ist, die am ehesten zu den Guten gehört, war ich trotzdem auf ihrer Seite und habe auf ein Happy End für sie gehofft. Ich konnte ihre Handlungen nicht immer nachvollziehen, auch wenn alles in sich schlüssig begründet war. Allerdings wird das vor allem daran liegen, dass ich die hier geschilderten Extremsituationen nie durchmachen musste.
Es dauert etwa fünfzig Seiten, bis etwas passiert, doch auch denn geht es eher schleppend los. Vorher lernt man Gwen, ihren Vater und ihre Schule kennen. Außerdem trifft sie einen Jungen, Terrence, mit dem sich der zarte Beginn einer Teenagerromanze entwickelt. Dann jedoch ist mit einem Mal nur noch das Verschwinden ihres Vaters wichtig. Alles, was Gwen ab da tut, ist darauf ausgerichtet, ihn zu finden, weil sie sich nicht mit der Situation abfinden kann. Und obwohl alle um sie herum ihr offenbar helfen wollen, nimmt sie sie nur als Mittel zum Zweck wahr.
Es tauchen viele weitere Figuren auf, die alle mehr oder weniger miteinander verknüpft werden. Da man sie alle aus Gwens Sicht erlebt, sind ihre wahren Absichten oft im Dunkeln. Dadurch erlebt man auch die ein oder andere Überraschung und muss seine Prognosen neu aufstellen. Vor allem das, was Gwen über ihren Vater zu wissen glaubt, wird radikal in Frage gestellt.
Die Geschichte konnte mich lange nicht begeistern, war aber auch nicht so schlecht, dass ich sie hätte abbrechen wollen. Währenddessen habe ich gezielt nach Fehlern gesucht. Da ist zum Beispiel die Tatsache, dass Gwen sagt, sie könne niemandem mehr vertrauen, kurz darauf aber Terrence, den sie gerade erst kennen gelernt hat, wichtige Informationen überlässt. Oder dass er ihr mehr als 2000 Dollar gibt, ohne zu wissen, wofür und ob er sie jemals wiedersehen wird.
Irgendwann aber hat es mich dann doch gepackt und ich war drin. Von da an habe ich nur noch mitgefiebert und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Das war so etwa nach der Hälfte, als die Handlung endlich ordentlich Fahrt aufgenommen hatte. Da ist es dann auch eine richtige Actionstory voller Verfolgungen, Spionage und filmreifen Prügeleien und Schießereien. Dabei war immer alles so gut beschrieben, dass ich es mir wunderbar vorstellen konnte.
Das Buch spielt nicht nur in verschiedenen Ländern, sondern Gwen spricht auch mehrere Sprachen. Deshalb tauchen immer wieder Begriffe in Französisch oder Russisch auf. Das ist jedoch überhaupt kein Problem, sondern verleiht den Dialogen zusätzliche Authentizität. Auch ohne Sprachkenntnisse war für mich alles verständlich, weil immer eine Übersetzung oder Erklärung dabei war.
Ich möchte nicht zu viel verraten, aber das Ende war eher unbefriedigend. Zwar werden viele Zusammenhänge aufgeklärt und Gwen erreicht ihr Ziel gewissermaßen auch, doch es bleiben auch einige Fragen offen. Für mich wirkt es so, als müsste da noch eine Fortsetzung kommen, denn wenn nicht, dann ist da mehr unklar, als meine Fantasie auf die Schnelle füllen kann. Am Ende bleibt für mich vor allem der Gedanke hängen, ob all das wirklich passieren kann.








Wer spannende Thriller mit ungewöhnlichen Hauptdarstellern mag, kann hier ruhig zugreifen. Man darf nicht gleich aufgeben, wenn es nicht sofort losgeht. Am Ende wird man doch noch einmal gewaltig überrascht, vor allem von Gwen selbst.

Sonntag, 19. Februar 2017

{Filmrezension} La La Land

Wollte ich nicht nach den Prüfungen ganz viel lesen und bloggen? Bisher komme ich nur so mäßig voran. Dafür war ich mit meiner Schwester im Kino. Wahrscheinlich kennen die meisten den Film "La La Land" schon, aber ich musste trotzdem unbedingt etwas dazu loswerden.









Hollywood lockt und jeder möchte ein Stück Ruhm abhaben. Doch manchmal können wir unsere Träume nicht allein erreichen.
Mia will unbedingt Schauspielerin werden. Bisher arbeitet sie bloß im Café und versucht ihr Glück bei unzähligen Castings. Sebastian liebt Jazz über alles und möchte seinen eigenen Club eröffnen. Doch bis dahin hält er sich mit unbefriedigenden Musikerjobs über Wasser. Als die beiden sich begegnen, können sie sich zuerst nicht leiden. Doch es entwickelt sich eine einzigartige Liebe zwischen ihnen. Leider geht das Leben weiter und plötzlich locken die ganz großen Träume. Wohin wird ihr Weg sie führen und was ist ihnen das Glück wert?







Mein erster Gedanke war, dass mich die Machart des Filmes an alte Klassiker wie "Singing in the rain" erinnert, weil auch dort Tanz, Musik und Handlung durch vielseitig talentierte Schauspieler verbunden werden. Damit bildet "La La Land" auch einen Kontrast zu den Blockbusterexplosionen und Kitschkomödien unserer Zeit. Es ist ein Kunstwerk, das durch seine zahlreichen Facetten strahlt.
Die Musik spielt hier eine wesentliche Rolle und hebt die Handlung damit immer wieder aus der Realität heraus. Gerade zum Ende hin war es so sehr ein Film, dass für mich keine Gefahr mehr bestand, die Geschehnisse auf meine Realität zu übertragen. Dafür war es eine fantastische Flucht aus dem Alltag. Es werden verschiedene Musikstile genutzt, die zu einer stimmigen Einheit verwoben sind. Der Soundtrack bleibt auch über den Film hinaus hörenswert.
Mir hat die dynamische Kameraführung sehr gut gefallen. Dadurch gewinnt man umso mehr den Eindruck, selbst mitten im Geschehen zu stecken. Auch über den Ausdruck und die Bewegungen der Schauspieler wird viel transportiert. Die Dialoge sind manchmal gar nicht so wichtig, weil die wesentlichen Informationen nonverbal vermittelt werden.
Obwohl der Zauber des Films in seinen musikalischen Ausbrüchen liegt, beschreibt er doch sehr treffend das wirkliche Leben. Es geht um die Jagd nach Glück, um die großen Träume, die jeder mit sich herumschleppt. Mehr als einmal muss man sich fragen, was man bereit ist, dafür zu tun. Und mehr als einmal besteht die Gefahr, sich dabei selbst zu verlieren. Es geht auch darum, seinen eigenen Weg zu finden und ihn mutig zu gehen.
Und natürlich geht es um die Liebe. Allerdings nicht um die Suche danach. Mia und Sebastian begegnen sich vollkommen zufällig und können sich nicht gegen die Anziehung wehren. Damit beginnt eine der realistischsten Filmbeziehungen, die ich kenne. Denn es ist nicht die große, alles überwindende Liebe, die uns Hollywood so oft präsentiert und die wir doch so selten wirklich kennen. Es ist eine Weile wunderschön, aber es ist nicht alles einfach. Und manchmal reicht die Liebe nicht aus, um seinen Traum dafür aufzugeben. Denn letztlich muss jeder selbst herausfinden, wie er glücklich werden kann. Trotz allem hat die Erinnerung bleibende Bedeutung.
Das Ende fand ich deshalb auch ein wenig unbefriedigend, aber so ist das Leben. Man kann nicht immer alles haben und muss deshalb lernen, mit seinen Entscheidungen zu leben. Dafür bekommen wir am Schluss noch ein traumhaft schönes Was-wäre-wenn, wie ich es mir selbst oft ausmale.








Wer diesen Film tatsächlich noch nicht gesehen hat, sollte das schleunigst nachholen. Meiner Meinung nach für jeden Typen geeignet und ein absolutes Muss. Wenn das keinen Oscar gewinnt, was dann?

Dienstag, 14. Februar 2017

Gedanken zu den "New York Diaries"

Wer mir auf Instagram folgt, der hat schon gesehen, dass ich dieses wunderbare Buch beendet habe:


Mittlerweile ist nun schon der zweite Teil erschienen und man kann dem kaum noch entfliehen. Wer trotzdem noch unentschlossen ist, dem möchte ich heute ein paar Dinge zum Buch mitgeben.

Inhalt:
Nachdem Claire (mal wieder) verlassen wurde, sucht sie dringend eine Bleibe. Ihr altes Kinderzimmer ist keine Option und so zieht sie kurzerhand in den Schrank ihrer besten Freundin. Leider wohnt diese mit ihrem ehemaligen besten Freund zusammen, zu dem Claire seit Jahren keinen Kontakt hatte. Und nun hat er eine perfekte Freundin, während Claire eigentlich erstmal sich selbst finden muss. Eigentlich. Denn leider ist er inzwischen mehr als ein Kumpel.

Meine Gedanken:
1. Der Schreibstil ist wirklich gut. Ich hatte vorher nichts von der Autorin gelesen, aber jetzt bin ich begeistert. Das ganze Buch ließ sich superleicht lesen. An den richtigen Stellen wurde der Erzählfluss ruhiger, dann wieder hektischer, wenn es zur Stimmung passte.

2. New York ist toll! Ich war noch niemals in New York, aber wie es hier beschrieben wird, ist es auch für mich lebendig geworden und sollte eine Reise wert sein.

3. Dieses Buch ist so voll von einzigartigen Charakteren. Das schöne daran: Sie entwickeln sich. Die Figuren lernen dazu und können ihr Verhalten ändern. Damit werden sie menschlicher und können auch dem Leser etwas mitgeben.

4. Leider entwickeln sie sich ziemlich schnell. Das ganze Buch spielt innerhalb von zwei Wochen. Für die Gefühle und Beziehungen, die hier eine Rolle spielen, erscheint mir das doch etwas unrealistisch.

5. "Ich weiß, was wir getan haben, und ich weiß, was er sagen wird. Nämlich, dass wir das nicht hätten tun dürfen. Dass es ein Fehler war. Und das war es. Aber vielleicht war es einer, den wir machen mussten. Vielleicht stand dieser Kuss immer irgendwie zwischen uns. Ich bereue nicht, dass es passiert ist. Ich bereue nur, dass es alles ändern wird." - Ich liebe dieses Zitat, weil es alles sagt.

6. Macht nicht den gleichen Fehler wie ich und erwartet New Adult. Das ist es nämlich nicht. Es ist eine Liebesgeschichte, bestimmt von der Suche nach sich selbst und dem eigenen Lebensweg. Aber dieses Geschichte ist wahrscheinlich sowieso besser als bloß ein weiterer heißer Tanz mit festgelegtem Ende.

Samstag, 4. Februar 2017

{Leseliste} Februar

Ein neuer Monat ist angebrochen. Da diese Liste hier schon Mitte letzten Monats geschrieben wurde, als ich gemerkt habe, dass ich ganz viele Bücher unbedingt lesen muss, aber im Januar nicht mehr schaffe, habe ich bereits mit dem ersten Buch angefangen. Nun möchte ich euch aber auch zeigen, was ich mir vorgenommen habe. Da ich nach den Prüfungen hoffentlich ganz viel Zeit habe, sind meine Vorhaben optimistisch angesetzt.


Jane Austen - Stolz und Vorurteil
Cecelia Ahern - Flawed
Monica Murphy - sisters in love - so hot/Violet
Dersch, Daniel - Gottes letzter Plan
Ally Taylor - New York Diaries - Claire
Scott Bergstrom - Cruelty (erscheint am 17.2.!)
Dani Atkins - Der Klang deines Lächelns
Ashton, Juliet - Ein letzter Brief von dir
Helen Callaghan - Dear Amy

Liegt eines der Bücher noch bei euch rum? Dann lasst uns doch zusammen lesen!