Montag, 19. Juni 2017

{Rezension} feel again

Diesmal fiel mir das Schreiben richtig schwer, was nicht unbedingt an dem Buch lag, sondern eher daran, dass ich momentan sehr viel zu tun habe und nicht mehr viele Kapazitäten frei sind. Da mir aber schon die ersten beiden Teile ("begin again" und "trust again") sehr gut gefallen haben, nun auch zum Abschluss der Trilogie noch ein paar Worte.










Sawyer beschränkt ihr Liebesleben auf OneNightStands. Eine Beziehung ist nichts für sie. Zu sehr fühlt sie sich durch ihre Kindheit zerstört, um sich jemandem anvertrauen zu können. Bis plötzlich der unscheinbare nerdige Isaac in ihr Leben tritt. Anfangs sieht sie in ihm nur ein Projekt; sie macht ihn zum Frauenschwarm und fotografiert die Veränderung für ihre Abschlussarbeit. Doch schon bald entwickelt sich eine Freundschaft zwischen den beiden, die Sawyers Entschluss zum Wanken bringt.







Es war schön, die Personen aus den früheren Büchern noch einmal zu treffen. Vor allem Dawn war sehr authentisch beschrieben, Allie dagegen war leider etwas blass. Kayden spielt hier wieder eine Rolle und gewinnt noch etwas mehr Profil. Auch Isaac lernen wir ja bereits in "trust again" kennen.
Die Charaktere waren sehr gut herausgearbeitet. Vor allem Sawyer ist unglaublich vielschichtig und man konnte sie wie einen echten Menschen nach und nach kennen lernen. Sie gewinnt im Gegensatz zu den ersten Büchern etliches an Liebenswürdigkeit hinzu. Ihre Vergangenheit wird nicht auf einen Schlag enthüllt, sondern stückweise in dem Maße, wie sie sich Isaac zu öffnen lernt. Dadurch wird ihr Trauma noch einmal greifbarer und besser verständlich. Auch der Konflikt mit ihrer Schwester Riley bezüglich deren Hochzeit macht noch einmal deutlich, was in Sawyers Innerem vorgeht und womit sie zu kämpfen hat.
Isaac lernt man durch Sawyers Augen kennen, was ihn unheimlich sympathisch macht, aber auch schonungslos seine Schwächen offenbart. Nicht immer konnte ich ihn verstehen, aber das hat sich gut in den Verlauf der Handlung eingefügt.
Die Geschichte ist voller Emotionen, die immer ausführlich geschildert werden. Dadurch habe ich beim Lesen ein ähnliches Gefühlschaos durchgemacht wie die Hauptpersonen. Hier zeigt sich einfach das Talent von Mona Kasten, Situationen aus dem Leben zu greifen und so plastisch wiederzugeben, dass fast jeder sich darin finden kann.
Eine liebende Familie wird hier als Ideal und Ziel aller Sehnsucht dargestellt, was besonders diejenigen treffen wird, die nicht schon von Kindesbeinen an damit gesegnet sind. Damit wird aber gleichzeitig der Wert von selbstgewählten zwischenmenschlichen Beziehungen heruntergesetzt. Ein solches Ideal aufzubauen, halte ich für problematisch, da es auch Sawyers bisheriges Leben als ungenügend darstellt und entgegen anderer Lebenskonzepte läuft.
Mir ist mehrmals aufgefallen, dass Sawyer das Objektiv ihrer Kamera abschraubt, bevor sie Fotos macht, und anschließend wieder drauf. Natürlich kann ich mir denken, dass hier lediglich die Schutzkappe vorne auf dem Objektiv gemeint ist, da alles andere das Fotografieren unmöglich machen würde. Allerdings soll Sawyer angehende Profi-Fotografin sein. In dem Fall halte ich es für absolut notwendig, dass die Autorin dieses Bild durch eine angemessene Begriffswahl unterstützt.
Ich denke, zur Konzeption der Handlung, dem Kitsch-Faktor und dem Schreibstil muss ich nicht mehr viel sagen. All das war hier wieder wunderbar. Genaueres könnt ihr den Rezensionen zu "begin again" und "trust again" entnehmen.








Ein schöner Abschluss einer guten Trilogie. Leider im Vergleich mit den anderen Bänden mit deutlichen Schwächen. Wer begonnen hat, sollte sich aber dennoch Sawyers Geschichte nicht entgehen lassen.

Dienstag, 13. Juni 2017

{Rezension} Hölle auf Erden








Mark Nelson wird hinzugerufen, als eine Frau mit merkwürdigen Narben im Gesicht auftaucht. Sie behauptet, gestorben und nun zurückgebracht worden zu sein. Tatsächlich sieht sie einer vor zwei Jahren verunglückten Frau erschreckend ähnlich.
Pünktlich zum Geburtstag seines ermordeten Sohnes erhält David Groves wieder eine Karte. Diesmal steht darauf: Ich weiß, wer es getan hat. Kurz darauf sterben mehrere Menschen unter mysteriösen Umständen.
Beide Detectives sind mit unerklärlichen Fällen konfrontiert, die sie direkt in die Hölle führen.







Der Anfang hat mich sofort gefesselt. Man erfährt direkt vom grausamen Tod von Groves Sohn, der im weiteren Verlauf eine bedeutende Rolle spielt. Vor diesem Hintergrund wird auch Groves selbst charakterisiert und sein Handeln verständlich. Er ist ein gebrochener Mann und das merkt man sehr deutlich.
Es geht spannend weiter, denn auch in Marks Gegenwart dauert es nicht lange, bis die Frau mit den Narben im Gesicht auftaucht. Charlie heißt sie und ist fest davon überzeugt, vor zwei Jahren gestorben zu sein. Mark führt etliche Gespräche mit ihr um langsam die Wahrheit herauszufinden. Was anfangs noch absurd schien, wird immer glaubhafter und ich konnte manchmal nicht schnell genug in diesen Handlungsstrang zurückkehren, um endlich zu erfahren, was dahinter steckt.
Beide Geschichten laufen zunächst parallel. Dazwischen werden auch immer wieder Episoden aus der Sicht anderer beteiligter Personen erzählt. So ist man gezwungen, sich beim Lesen zu konzentrieren, damit man der Handlung folgen kann. Ich hatte das Pech, zwischendurch eine Lesepause einlegen zu müssen, und habe danach nur schlecht wieder in die Geschichte gefunden. Je komplexer alles wurde, desto öfter habe ich die einzelnen Handlungsstränge vermischt, bis in meinem Kopf ein großes Chaos herrschte. Zusätzlich wird am Ende noch zwischen mehreren Zeitebenen unterschieden, die mir vorher beim Lesen gleichzeitig vorkamen.
Erst sehr spät kommt der Zusammenhang zwischen den Geschehnissen zustande. Dann wird auf wenigen Seiten aufgelöst, was vorher ein Mysterium war. Leider habe ich am Ende nicht mehr ganz durchgeblickt, sodass mir ein paar Details entgangen sind. Hier hätte ich mir mehr Raum für Erklärungen und eventuelle Wiederholungen gewünscht, damit das Durcheinander am Ende einen würdigen Abschluss bekommt und meine Fragen auch wirklich alle beantwortet werden.
Es wird eine Verbindung zu einem früheren Fall, dem 50/50-Killer, aufgebaut. Man muss das entsprechende Buch jedoch nicht gelesen haben. Alle wichtigen Ereignisse werden erzählt und auch die damals beteiligten Personen erneut eingeführt. Das bringt zusätzliche Spannung in die Geschichte, vor allem für diejenigen, die den "50/50-Killer" kennen. Leider wurde diese Verbindung am Ende nicht mehr mit bedacht, sodass sie in der Auflösung keine Rolle mehr spielt. Dafür laufen die anderen Fäden korrekt ineinander und auch wenn nicht alles restlos geklärt werden kann, weiß man als Leser am Ende doch, wie die Täter gearbeitet haben und was mit Groves Sohn und der Frau mit den Narben geschehen ist.
Es gibt mehrere Tote, deren Verletzungen in ihrer Brutalität genau beschrieben werden. Gleichzeitig ist so viel Luft da, dass ich mein Kopfkino kurzzeitig ausschalten konnte, wenn es mir zu viel wurde. Die Morde selbst werden nie beschrieben, was ich gut fand. Es geht hier mehr um die psychologischen Wirkungen von Zwang, Manipulation und Gewalt.








Ein spannender Thriller, der Angst vor der Dunkelheit macht. Gut geschrieben, aber so komplex, dass man ihn schnell lesen sollte.

Montag, 12. Juni 2017

{Leseliste} Juni

Wie schon angekündigt ist meine Leseliste nicht sehr spektakulär. Und aufgrund mehrerer Ereignisse viel zu spät, sodass ich schonmal ein bisschen was gelesen habe. Hauptsächlich sind es die nicht geschafften Bücher vom Mai. Also drückt mir die Daumen, dass ich diesmal erfolgreich bin!


Mona Kasten - Feel again
Ashley Little - Niagara Motel
Franka Bloom - Anfang 40, Ende offen
Tara Sivec - Love me, Idiot!
Nika Lubitsch - Erpresst
Marcus Hünnebeck - Stumme Vergeltung
Stefanie Hasse - Book Elements 3

Wenn ihr irgendwas davon empfehlen könnt, dann immer her damit! Ich könnte noch ein bisschen Motivation brauchen.

Samstag, 10. Juni 2017

{Sommerlesenacht} bei Cook Bake Book

Es gibt immer noch keine neue Leseliste. Aber das hole ich so bald wie möglich nach. Eigentlich sind es im Wesentlichen die Bücher aus dem letzten Monat, die ich nicht geschafft habe.
Heute Abend habe ich aber erstmal ein besonderes Highlight für euch. Es ist nämlich wieder Zeit für eine Lesenacht. Diesmal wird sie von Luise veranstaltet.


Um neun geht es los, bis dahin bleibt mir noch etwas Zeit zu überlegen, welches Buch ich beginnen möchte. Ich habe nämlich trotz Ferien in der letzten Woche nicht so viel gelesen, wie ich wollte. Stündlich wird sie dann eine Frage oder Aufgabe stellen, die ich natürlich hier beantworten werde. Seid dabei!


Ich habe mich für "Ewig und eins" von Adriana Popescu entschieden. Das Buch liegt bei mir seit Dezember, also noch gar nicht so lange. Ich hoffe aber, heute Abend den größten Teil davon zu schaffen.
Ich hab hier ein bisschen was zu futtern und werde es mir jetzt gleich in meinem Bett gemütlich machen.



Ella, die Hauptfigur, ist auf ihrem Abitreffen, wo sie auf Ben trifft, ihren Exfreund, und Jasper, ihren besten Freund. Beide hat sie seit 7 Jahren nicht gesprochen und der Abschied war wohl nicht so glücklich.
Ich denke, mir würde es auf meinem Abtreten ähnlich gehen wie Ella. Auch ich habe mich sehr verändert seitdem. Deshalb kann ich sie gerade gut verstehen und bin echt neugierig, wie sich der Abend für sie noch entwickelt.
Ihre Freunde wirken sehr sympathisch, aber da steht etwas zwischen ihnen, das die Stimmung trübt.
Natürlich darf auch die Klassenzicke nicht fehlen, die würde ich auch nicht wiedersehen wollen. Zum Glück verlassen die drei jetzt erstmal die Party.


Ich lese fast alle Genres, nur mit Historischem und Horror habe ich es nicht so. Zur Zeit lese ich oft unterschiedliches parallel.
Im Monat schaffe ich ungefähr acht Bücher. Könnte auch daran liegen, dass ich seit ich Leselisten mache, mir auch wieder mehr Zeit zum Lesen nehme.
Meinen SuB habe ich heute erst aktualisiert, darauf befinden sich über 170 Bücher. Das macht mir echt Angst.


"Kurz halte ich die Luft an, weil ich wissen will, was Ben so alles denkt, aber er spricht nicht weiter, sieht nur zu Jasper, der weiter stur auf die Straße sieht und mit den Schultern zuckt."

Ich bin eigentlich gerade ziemlich wach, kann auch daran liegen, dass ich gerade Ferien hatte und abends immer lange wach bleiben konnte. Und natürlich heute morgen ausgeschlafen habe.


Ich habe 210 Seiten gelesen und bin damit zufrieden. Jetzt werde ich allerdings schlafen gehen, so langsam schleicht sich dann doch die Müdigkeit ein. Ich hoffe aber, mein Buch morgen beenden zu können, es ist nämlich echt gut.

Mittwoch, 7. Juni 2017

{DM17} Quidditch-Fieber in Deutschland

Eigentlich wollte ich euch meine aktuelle Leseliste zeigen, aber ich bin immer noch so euphorisch von der Deutschen Meisterschaft, dass ich zuerst davon erzählen muss. Bitte verzeiht, wenn ich die englischen Begriffe nutze, da wir diese auch bei den Spielen nutzen.


Für alle, die bisher noch nichts von Quidditch gehört haben, hier eine kurze Übersicht der wichtigsten Regeln:
Die Chaser (weißes Headband) versuchen, Punkte zu erzielen, indem sie mit dem Quaffel (Volleyball) durch die Ringe der gegnerischen Mannschaft werfen. Der Keeper (grünes Headband) spielt ebenfalls mit dem Quaffel. Die Beater (schwarzes Headband) können die gegnerischen Spieler aufhalten, indem sie sie mit den Bludgern (Dodgebälle) abwerfen. Wer abgeworfen ist, muss zu seinen eigenen Ringen zurücklaufen. Der Snitch Runner kommt nach der 17. Minute aufs Feld, die Seeker noch eine Minute später. Das Spiel endet, wenn einer der Seeker den Snitch (Socke an der Hose des Snitch Runners) gefangen hat.
Jedes Tor gibt 10 Punkte, jeder Snitch Catch 30 Punkte. Es ist ein Vollkontaktsport, es dürfen sich jedoch immer nur diejenigen Spieler berühren, die mit dem gleichen Ball spielen.
Eine genaue Übersicht aller Regeln, sowie Bilder und Berichte bietet die Seite des Deutschen Quidditch Bundes.

Back to hoops!

Am vergangenen Wochenende fand die Deutsche Quidditchmeisterschaft in Jena statt. Natürlich war auch mein Team, die Black Forest Bowtruckles, am Start. Im Vorfeld wurden die 21 teilnehmenden Mannschaften in 6 Gruppen eingeteilt. Die Platzierung in der Gruppe sollte über die weiteren Spiele entscheiden.

Bowtruckles, are you ready? - YEAH!!!

Samstag, 3.6.
Das erste Spiel des Tages fand für uns gegen die Ruhr Phoenix aus Bochum statt. Dieses Team war ganz klar das stärkste Team in unserer Gruppe, wir haben hart gekämpft, aber mit 180* - 0 (das * steht für den Snitch Catch) verloren. Doch nun waren wir warm gespielt und wollten einen Sieg einfahren.
Es folgte das Spiel gegen die Braunschweiger Broomicorns, eine spannende Partie, die relativ ausgeglichen war. Durch den Catch konnten wir sie allerdings mit 50 - 60* für uns entscheiden.

Die 97 bin ich, die rosanen Spieler sind Broomicorns.

Jetzt blieben nur noch die Binger Beasts übrig. In diesem Spiel konnten wir durch taktische Überlegenheit mit 40 - 100* einen klaren Sieg holen. Damit waren wir Gruppenzweite.
Zwischendurch waren einzelne Spieler unserer Mannschaft immer wieder als Referee oder Volunteer bei Spielen anderer Teams eingeteilt. Ich selbst durfte Time- und Scorekeeper machen. Dadurch war man zwar sehr beschäftigt, konnte aber auch neue Leute kennen lernen und interessante Spiele sehen.

Das Gelbe ist der Snitch Runner.

Für jede Platzierung wurden nun zwei neue Gruppen gebildet, wir mussten nun also gegen zwei andere zweitplatzierte Mannschaften antreten. Leider hat uns an der Stelle das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Es zog ein heftiges Gewitter auf, weswegen wir aus Sicherheitsgründen nicht weiterspielen durften. Die restlichen Spiele des Tages wurden abgesagt. Der Spielplan musste nun umgeworfen und neu geschrieben werden, damit man am nächsten Tag auf drei statt acht Pitches (wir mussten wegen des Wetters auf Kunstrasen umziehen) weiterspielen konnte. Bis zum nächsten Morgen war ungewiss, was uns erwarten würde, aber ein Platz in den Top10 schien noch in Reichweite.

Sonntag, 4.6.
Noch früher als am Samstag sollten die ersten Spiele beginnen, damit man auch alles bei Tageslicht schaffen würde. Unser erster Gegner waren die Berlin Bluecaps. Obwohl man es ihnen nicht sofort ansieht, ist diese Mannschaft vor allem taktisch sehr gut aufgestellt und so konnten sie uns auch mit 100* - 40 besiegen.
Danach mussten wir gegen unsere Kabinenfreunde von den Looping Lux Leipzig antreten. Diese zeichneten sich vor allem durch ein starkes körperliches Spiel aus, sodass es nicht ohne Verletzungen abging. Auch hier mussten wir uns mit 120* - 20 geschlagen geben.

Die Weißen sind die Binger Beasts.

Nun waren wir also in Dritte in der zweiten Gruppenphase. Damit blieb uns noch das Spiel um den 11. Platz, das wir gegen den Dritten der anderen Zweitplatziertengruppe ausfechten würden. Wundersamerweise trafen wir hier auf die Jena Jobberknolls, mit deren Spielern ich mich besonders verbunden fühle. Wir waren beide ungefähr gleich stark, sodass alle bis zuletzt zittern mussten. Doch ein weiterer Catch brachte uns den erhofften Sieg mit 50 - 70*.
Jetzt hatten wir Feierabend und konnten in aller Ruhe noch die Spiele um die ersten Plätze ansehen. Sowohl das Spiel um Platz drei als auch das Finale war wirklich spannend. Schlussendlich sind die Three River Dragons Passau neue Deutsche Meister geworden. Herzlichen Glückwunsch!


Das ganze Turnier hat unheimlich viel Spaß gemacht. Die Quidditch Community ist einfach unschlagbar! Wir haben sehr gut gespielt und auch wenn wir nicht immer gewonnen haben, waren es durchweg faire und schöne Spiele. Wir konnten den 11. Platz erreichen und sind damit vollauf zufrieden.

Samstag, 3. Juni 2017

{Gelesen} Mai

Diesen Monat habe ich echt wenig gelesen, also für mein Empfinden. Ich habe tatsächlich schon zwischendurch gemerkt, dass das wohl nichts mehr wird, was auch daran lag, dass meine Wochenenden reichlich gefüllt waren. Im Juni wünsche ich mir wieder mehr Zeit zum lesen, immerhin sind dann auch die Pfingstferien.

Diesen ganzen Stapel hatte ich mir vorgenommen:


Carrie Price - New York Diaries - Sarah
Franka Bloom - Anfang 40, Ende offen
Tara Sivec - Kiss me, Stupid! / Maybe, Baby! / Love me, Idiot!
Steve Mosby - Hölle auf Erden
Nika Lubitsch - Erpresst
Marcus Hünnebeck - Stumme Vergeltung
Stefanie Hasse - Book Elements 3
Robinson Wells - Guides
Kat Reid - Dark Wings

Und diese Bücher habe ich geschafft:


Carrie Price - New York Diaries - Sarah
Tara Sivec - Kiss me, Stupid! / Maybe, Baby!
Sina Müller - Lena in love - Band 1&2

Außerdem lese ich zur Zeit noch "Hölle auf Erden" von Steve Mosby. Damit werde ich sicher auch demnächst fertig.

Es gab diesen Monat kein Buch, dass ich nicht mochte. Deshalb gibt es diesmal keinen Flop, also kein Buch, das ich nicht empfehlen kann. Trotzdem sticht eines besonders positiv heraus:


Carrie Price - New York Diaries - Sarah
In diesem Buch war so viel Leidenschaft spürbar, in erster Linie für die Musik, aber auch für alle Menschen, mit denen Sarah in Kontakt kommt. Es war unglaublich schön, die Welt durch ihre Augen zu sehen.

Dienstag, 30. Mai 2017

{Rezension} Dark Wings








Auf dem Heimweg wird Fio von zwei Unbekannten überfallen. Der attraktive Zac rettet sie und besteht fortan darauf, sie zu beschützen. Es wird immer klarer, dass Fio kein zufälliges Opfer war. Was ist in ihrer Vergangenheit geschehen? Auch Zacs Motive sind nicht so edel, wie sie scheinen, doch er lässt niemanden hinter seine Fassade schauen. Was hat er zu verbergen?







Der Einstieg in die Geschichte war sehr spannend gestaltet. Nachdem Fio Zac zum ersten Mal sieht, wechselt die Perspektive und wir erleben den Überfall aus seiner Sicht. Dadurch weiß man als Leser sofort, dass er nicht mit offenen Karten spielt, es bleibt jedoch lange unklar, was sein Geheimnis ist. Meistens erzählt Fio, doch die kleinen Einblicke in Zacs Innenleben lockern das Ganze auf. Wenn man ihn erstmal kennen gelernt hat, ist er ein toller Typ, der es nur noch nicht weiß.
Fio ist ein liebenswerter Hauptcharakter. Ich habe sie sofort ins Herz geschlossen und konnte mich auch während der Geschichte mit ihr identifizieren. Ihre Entscheidungen werden plausibel gemacht und ihre Worte empfand ich als natürlich. Sie ist das Mädchen von nebenan, dass die emotionale Bindung des Leser weckt. Durch sie wird die fantastische Erzählung geerdet.
In der Geschichte spielen Dämonen, Engel und übernatürliche Mächte eine zentrale Rolle. Ich war überrascht, wie viele Übereinstimmungen es hier mit der Bibel und der Lehre der Kirche gab, wenn auch nicht als solche gekennzeichnet. Es wird nie explizit von einem Gott als höchstem Wesen gesprochen, doch er wird auch nicht verneint. Wer sich hier ein bisschen auskennt, wird das Buch dadurch gleich umso glaubwürdiger finden. Aber auch ohne spezielles Vorwissen kann man der Handlung gut folgen. Alles wird ausführlich erklärt, schließlich ist es auch für die Protagonistin Fio neu.
Auch die Handlungsmotive und Zusammenhänge waren für mich immer gut verständlich, sodass die Geschichte in sich schlüssig war. Alles, was geschieht, ist so anschaulich beschrieben, dass ohne mein Zutun ein Film vor meinem inneren Auge entstanden ist.
Ein bisschen schade fand ich, dass Fios Mutter nur sehr wenige Sätze eingeräumt wurden, obwohl in der Geschichte eine wichtige Rolle spielt. Hier hätte man vielleicht noch stärker drauf eingehen können und die Figur lebendiger gestalten.
Die Hexe Esther ist ebenfalls eine der tragenden Personen. Bei ihrem ersten Auftritt erschien sie mir noch extrem merkwürdig, aber nach einer Weile bin ich mit ihr warm geworden und fand sie zum Schluss wirklich cool. Sie sorgt mehrmals für die entscheidende Wendung und hat immer schon einen Schritt weiter gedacht.
Alle Engel und Dämonen werden hier mit ausgesprochen menschlichen Charakterzügen gezeichnet. Dadurch konnte ich mich auch in sie hineinversetzen, was dem Buch zusätzliche Spannung verliehen hat. Es sorgt gleichzeitig dafür, dass sie in gewissem Sinne unberechenbar werden, schließlich sind gerade die Dämonen stark von Gefühlen geleitet. Der klassische Kampf Gut gegen Böse wird hier auf eine sehr klassische Art ausgetragen. Dennoch müssen sich die Protagonisten zwischendurch fragen, auf welcher Seite sie stehen wollen und was in ihrem Leben Priorität haben soll. Damit ist auch der Leser angefragt, sich für das Prinzip zu entscheiden, das sein Leben bestimmen soll.








Spannende Fantasy, die vor allem durch ihre Protagonistin und die gut nachvollziehbare Beschreibung besticht. Wer ein herz für Engel und Dämonen hat, sollte dieses Buch unbedingt lesen.

Samstag, 27. Mai 2017

{100 Books} Langsam, aber stetig

Mühsam geht es voran, auch weil ich natürlich viele andere Dinge zu lesen habe, aber ich habe seit dem letzten Update immerhin ein paar Bücher aus der Liste gelesen. Außerdem habe ich die ersten Bücher aussortieren müssen.
"Ein Jahr voller Wunder" habe ich im Dezember begonnen und dann abgebrochen, weil ich auch nach 100 Seiten noch kein Interesse an der Geschichte hatte.
Im April habe ich dann "Stolz und Vorurteil" gelesen und fand es sehr mühsam. Ich kam mit dem Schreibstil und den zeittypischen Gewohnheiten der Personen nicht zurecht, deshalb konnte mich dieses vielgeliebte Buch leider so gar nicht begeistern. Deshalb habe ich beschlossen, die anderen beiden Bücher von Jane Austen, die noch auf der Liste stehen, nicht zu lesen. Es soll ja schließlich kein Kampf sein, sondern Spaß machen.
Hier ist nun also mein aktueller Stand bei der "100 Books"-Challenge:


schon gelesen
schon auf dem SuB
  1. Alibi - Agatha Christie
  2. Alice im Wunderland - Lewis Carroll
  3. Amor - Trilogie - Lauren Oliver
  4. Artemis Fowl - Eoin Colfer
  5. Bernsteintränen - Izabelle Jardin
  6. Blutrote Schwestern - Jackson Pearce
  7. Changers - T Cooper, Allison Glock
  8. Dark Canopy - Dilogie - Jennifer Benkau
  9. Das Bildnis des Dorian Gray - Oscar Wilde
  10. Das dänische Mädchen - David Eberhoff
  11. Das Geheimnis der eulerschen Formel - Yoko Ogawa
  12. Das Haus der vergessenen Bücher - Christopher Morley
  13. Das Labyrinth der Wörter - Marie-Sabine Roger
  14. Das Mädchen mit den gläsernen Füßen - Ali Shaw
  15. Das Meer in deinem Namen - Trilogie - Patricia Koelle
  16. Das Phantom der Oper/Das Phantom - Gaston Leroux/Susan Kay
  17. Das Schicksal ist ein mieser Verräter - John Green
  18. Das Tagebuch der Anne Frank - Anne Frank
  19. Dem Horizont so nah - Jessica Koch
  20. Der alte Mann und das Meer - Ernest Hemingway
  21. Der große Gatsby - F. Scott Fitzgerald
  22. Der Herr der Ringe - J. R. R. Tolkien
  23. Der Junge im gestreiften Pyjama - John Boyne
  24. Der kleine Prinz - Antoine de Saint-Exupéry
  25. Der Mann, der den Regen träumt - Ali Shaw
  26. Der Marsianer - Andy Weir
  27. Der Nachtzirkus - Erin Morgenstern
  28. Der Sternenfänger - Francesc Miralles
  29. Die Augen des Iriden - Maja Loewe
  30. Die Autobiographie der Zeit - Lilly Lindner
  31. Die Elenden - Victor Hugo
  32. Die Erfindung der Flügel - Sue Monk Kidd
  33. Die Luna-Chroniken - Marissa Meyer
  34. Die Reise der Amy Snow - Tracy Rees
  35. Die Säulen der Erde - Ken Follett
  36. Die Seiten der Welt - Kai Meyer
  37. Die Spur des Mondbären - Gill Lewis
  38. Die Tallin-Verschwörung - Nicola Marni
  39. Die Tribute von Panem - Suzanne Collins
  40. Die unendliche Geschichte - Michael Ende
  41. Die unglaubliche Geschichte des Henry N. Brown - Anne Helene Bubenzer
  42. Edelsteintrilogie - Kerstin Gier
  43. Effi Briest - Theodor Fontane
  44. Ein ganzes halbes Jahr - Jojo Moyes
  45. Ein Jahr voller Wunder - Karen Thompson Walker (AUSSORTIERT)
  46. Ein Sommernachtstraum - William Shakespeare
  47. Ein Teil von uns - Kira Gembri
  48. Eine Handvoll Worte - Jojo Moyes
  49. Eins - Sarah Crossan
  50. Emmy und Oliver - Robin Benway
  51. Fangirl - Rainbow Rowell
  52. Faust. Eine Tragödie - Johann Wolfgang von Goethe
  53. Freak City - Kathrin Schrocke
  54. Für immer, dein Dad - Lola Jaye
  55. Das Spiel von Liebe und Tod - Martha Brockenbrough
  56. Ghost - Robert Harris
  57. Große Erwartungen - Charles Dickens
  58. Gut gegen Nordwind - Daniel Glattauer
  59. Hallo Mr Gott, hier spricht Anna - Fynn
  60. Hamlet - William Shakespeare
  61. Harry Potter - Joanne K. Rowling
  62. Herz aus Glas-Trilogie - Kathrin Lange
  63. Ich schreib dir morgen wieder - Cecilia Ahern
  64. Ich und die Menschen - Matt Haig
  65. Ich werde immer da sein, wo du auch bist - Nina LaCour
  66. Illuminati - Dan Brown
  67. Im Hause Longbourn - Jo Baker
  68. Isola - Isabel Abedi
  69. Jane Eyre - Emily Brontë
  70. Kinder- und Hausmärchen - Gebrüder Grimm
  71. Landline - Rainbow Rowell
  72. Lieblingsmomente-Dilogie - Adriana Popescu
  73. Lists of Note - Shaun Usher
  74. Lucian - Isabel Abedi
  75. Mit anderen Worten: ich - Tamara Ireland Stone
  76. Noah - Sebastian Fitzek
  77. Peter Pan - James Matthew Barrie
  78. Pinguine lieben nur einmal - Kyra Groh
  79. Pippi Langstrumpf - Astrid Lindgren
  80. Ronja Räubertochter - Astrid Lindgren
  81. Rot wie das Meer - Maggie Stiefvater
  82. Schöne neue Welt - Aldus Huxley
  83. Sherlock Holmes - Sir Arthur Conan Doyle
  84. Simpel - Marie Aude-Murail
  85. Speechless - Hannah Harrington
  86. Stolz und Vorurteil - Jane Austen 
  87. Super gute Tage oder die sonderbare Welt des Christopher Bone - Mark Haddon
  88. The strange and beautiful sorrows of Ava Lavender - Leslye Walton
  89. Terror - Ferdinand von Schirach
  90. Tintentrilogie - Cornelia Funke
  91. Überredung - Jane Austen (AUSSORTIERT)
  92. Und Gott sprach: Wir müssen reden! - Hans Rath
  93. Verstand und Gefühl - Jane Austen (AUSSORTIERT)
  94. Vielleicht lieber morgen - Stephen Chobsky
  95. Vom Winde verweht - Margaret Mitchell
  96. Raven Boys - Trilogie - Maggie Stiefvater
  97. Wenn du dich traust - Kira Gembri
  98. Wer die Nachtigall stört - Harper Lee
  99. Wer Schatten küsst - Mark Levy
  100. Wüstenblume - Waris Dirie
Damit habe ich mittlerweile 36/100 Büchern gelesen, sowie 3 Bücher aussortiert. 

Nun stellt sich nur noch die Frage: Was sollte ich als nächstes lesen?

Montag, 22. Mai 2017

{Rezension} Guides








Alice Vater arbeitet bei der NASA. Als ein Raumschiff mitten in Minnesota abstürzt, muss er deswegen sofort hin. Alice geht von nun an auf ein nahegelegenes Elite-Internat. Dort lernt sie nicht nur neue Freunde kennen, sondern beobachtet auch, wer da eigentlich das Raumschiff verlässt. Sie sehen aus wie Menschen und nennen sich "Guides", doch schon bald wird deutlich, dass sie etwas zu verbergen haben. Was steckt tatsächlich hinter dem Absturz? Kommt da womöglich noch mehr auf die Menschheit zu?








Die Idee hinter dem Buch ist einfach großartig. Was passiert, wenn ein riesiges Raumschiff mitten in den USA abstürzt und dabei Tausende von Menschen tötet? Wie reagiert die Gesellschaft, die Politik und die Medien? Wer steigt da überhaupt aus? All diese Fragen werden aufgeworfen und behandelt. Natürlich handelt es sich hier um Science Fiction, doch die Erde ist die, die wir aus unserem täglichen Leben kennen. Die Menschen könnten unsere Nachbarn sein. Durch diese realistische Kulisse fiel es mir leicht, mich in die Situation hineinzuversetzen. Die Stimmung in der Bevölkerung nach dem Absturz des Raumschiffs ist sehr authentisch eingefangen. Der Autor spielt hier mit den gängigen Vorstellung rund um UFOs und Außerirdische, gleichzeitig wirkt nichts von dem Geschilderten übertrieben. In unserer oft so chaotischen Welt ist die Panik, die sich aufgrund des UFOs ausbreitet, nur zu gut verständlich.
Dank ihrer frechen und offenen Art habe ich mich sofort mit der Protagonistin verbunden gefühlt. Alice ist ein lebensfrohes, abenteuerlustiges und zutiefst loyales Mädchen. Als es darauf ankommt, wächst sie über sich hinaus und behält stets einen klaren Kopf. An ihrer Seite habe ich vom ersten Blick auf das Raumschiff an mitgefiebert und stets auf einen guten Ausgang der Geschichte gehofft.
Die Guides konnte ich mir sehr gut vorstellen mit all den Problemen, die plötzlich auf sie zukommen. Sie sind oft sehr zurückhaltend und es fällt bis zuletzt schwer, sie zu durchschauen. Doch Stück für Stück können Alice und ihre Freunde ihr Geheimnis aufdecken.
In diesem Buch wurden all meine Fragen plausibel beantwortet. Es war echt spannend, die Hintergründe zu erfahren, sowohl was die Geschichte der Guides angeht, als auch die Forschungen der NASA. Die Ureinwohner Nordamerikas bilden hier die Basis für die aktuellen Ereignisse. Alice ist über ihre Großmutter mit den Navajos verbunden. Nur so wird auch das Ende nachvollziehbar. Die für mich fremde Kultur wurde sensibel und anschaulich vermittelt.
Die Geschichte ist leicht, aber fesselnd geschrieben. Erst ab der Mitte des Buches gab es tatsächlich Action, aber schon vorher war ich in der Handlung gefangen und habe gebannt verfolgt, wie sich die Problematik mit den Außerirdischen entwickelt und was Alice im Internat erlebt.
Freundschaft ist in diesem Buch ein zentrales Thema. Das geht vom ersten Kennenlernen über vertrauliche Gespräche und gemeinsame Erlebnisse bis hin zum absoluten Füreinandereinstehen. Dabei kommt es nie darauf an, wer von der Beziehung profitiert, sondern immer nur auf den Wert des einzelnen Menschen. Das hat mir sehr gut gefallen, weil es in dem geschilderten Chaos eine unantastbare Konstante gebildet hat. Egal, was passiert ist, die Freunde konnten sich aufeinander verlassen.








Eine spannende Science-Fiction-Story mit ungewöhnlichen Hintergründen aus der Perspektive einer mutigen Jugendlichen. Sehr schön geschrieben.

Donnerstag, 18. Mai 2017

{Zitat} Von der Liebe zum Blog

Heute habe ich nach all den Rezensionen mal wieder ein Zitat für euch. Es ist aus dem Buch "Drei Wünsche hast du frei" von Jackson Pearce.


Als ich das aus meiner Sammlung ausgesucht habe, musste ich sofort ans Bloggen denken. Dabei kommt es in meinen Augen nämlich wesentlich darauf an, dass man mit dem Herzen dabei ist und seinen Blog gerne betreibt. Niemand liest gerne etwas, dass nur lieblos hingeklatscht wurde. Wenn man etwas wirklich mit Leidenschaft macht, dann ist es auch meistens gut. Vielleicht nicht perfekt, aber das muss es ja nicht immer sein.
Das Zitat lässt sich auch auf die viel diskutierte Professionalisierung anwenden. Soll ich mit meinem Blog Geld verdienen? Soll ich viel Aufwand ins Marketing stecken, um bekannter zu werden? All diese Fragen stellen sich einem Buchblogger früher oder später und auch ich hab mich schon damit beschäftigt. Hier kann wohl jeder nur seine eigene Entscheidung treffen. Was aber feststeht ist, dass es nichts bringt, sich dauernd um neue Leser zu bemühen, wenn einem dabei der Spaß an der Sache verloren geht. Dann haben nämlich auch die Zahlen keinen Wert mehr.
Letztlich geht es darum, dass wir die Dinge mit Leidenschaft tun. Das gilt nicht nur für Blogger, sondern für jedes Hobby und viele andere Bereiche unseres täglichen Lebens.

Freitag, 12. Mai 2017

{Rezension} Fisch liebt Vogel







 
Valerie hat schon mehr als einen Studiengang abgebrochen. Nun will die Salzburgerin auf einem Kreuzfahrtschiff arbeiten. Trotz anfänglichen Schwierigkeiten und harter Arbeit ist sie fest entschlossen, die Saison durchzuhalten. Ihr Chef Alex ist charmant und gutaussehend. Doch ist er auch zu haben? Und welchen Herausforderungen muss sich eine junge Liebe auf so einem Schiff stellen?







Als treue Traumschiff-Zuschauerin hat mich natürlich der Blick hinter die Kulissen auf einem Kreuzfahrtschiff fasziniert. Ich wurde auch nicht enttäuscht und bekam einen realistischen Eindruck von der harten Arbeit; meist 12 Stunden täglich, selten mal ein Tag frei und immer freundlich bleiben. Doch die Crew trägt sich auch gegenseitig, es wird miteinander gefeiert und Freundschaften entstehen.
Insgesamt ist das Buch nicht sehr spektakulär. Die ganze Geschichte verläuft eher ruhig und auch die großen und kleinen Dramen sind relativ nüchtern gehalten. Dafür ist die Liebesgeschicht wirklich süß, wenn auch streckenweise zu idyllisch.
Die Charaktere überzeugen auf ganzer Linie. Die meisten sind lieb und man muss sie einfach toll finden. Die bösen rufen Abneigung hervor und man hofft, jemand möge ihnen das Handwerk legen. Besonders Alex ist ein richtiger Traummann, in den man sich glatt verlieben könnte. Da werden Träume geweckt, die wahre Liebe versprechen.
Valerie ist eine starke selbstständige Frau. Sie lässt sich nicht unterkriegen und steht für das ein, was ihr wichtig ist. Obwohl sie manchmal ein bisschen verträumt und tollpatschig rüberkommt, lernt sie schnell und ist intelligent. Ein bisschen wäre man gerne wie sie, würde sich bewundern lassen und mit seinen Freunden das Leben feiern. Natürlich läuft nicht immer alles rund, da ist es auf dem Schiff wie im echten Leben. Aber auch damit lernt sie umzugehen. Im Laufe der Geschichte muss sich Valerie irgendwann fragen, was sie eigentlich möchte.
Der auktoriale Schreibstil ermöglicht Einblicke in die Gefühle und Handlungsmotive anderer Personen, obwohl die Perspektive stets auf Valerie fixiert ist. Das hat mir geholfen, manche Dinge besser zu verstehen. Die Einblicke sind so geschickt gewählt, dass sie die Figuren lebendig werden lassen, ohne wichtige Entwicklungen vorweg zu nehmen.
Ich hatte beim Lesen den Eindruck, dass die Autorin ihre Liebesgeschichte dann doch gern mehr zu New Adult machen wollte. Deshalb wurden noch ein paar Bettszenen eingefügt, die nicht zwangsläufig notwendig waren. Leider schreibt sie hier sehr unbeholfen, nicht so flüssig wie sonst. Da wäre weniger vielleicht mehr gewesen.
Zum Ende hin überschlägt sich die vorher eher getragene Handlung plötzlich. Was bisher noch ausführlich durch alle Gefühlslagen geschildert wurde, wird nun knapp zusammengefasst, als dürfte eine bestimmte Seitenzahl nicht überschritten werden. Fast schon hastig versucht die Autorin zu einem guten Schluss zu kommen, doch statt die Spannung zu steigern, bleiben einige Fragen unbeantwortet.








Liebenswerte Charaktere, tolle Kulisse, aber eine unspektakuläre Handlung. Als Urlaubslektüre gut geeignet. Wer Tiefgang sucht, ist hier eher falsch.

Dienstag, 9. Mai 2017

{Rezension} Das warme Licht des Morgens


Ist einer von euch blind oder kennt jemanden, der blind ist? Dann lest bitte dieses Buch und sagt mir, ob es tatsächlich so ist wie hier geschildert. Mir kam die Darstellung nämlich sehr realistisch vor, aber ich kann es nicht wirklich beurteilen.










Levi hat sein Leben ganz dem Schreiben gewidmet. Doch seit er ein Mädchen aus einem brennenden Haus gerettet hat, ist er blind. Ohne die ständigen Bilder vor Augen fehlt ihm die Inspiration für seine Geschichten. Auch der Alltag erscheint ihm nun nicht mehr zu bewältigen. Seine Tochter kümmert sich um ihn, aber ihr Abitur steht vor der Tür. Eines Morgens lernt er im Café Rea kennen, die dort als Kellnerin angefangen hat. Sie bietet ihm ihre Hilfe an und langsam beginnt Levi sich wieder zu öffnen. Schafft er einen Neuanfang oder wird Reas Geheimnis alles zerstören?







Die Geschichte verläuft sehr gleichmäßig. Levi ist in einer tristen Routine gefangen, weil er sich ohne sein Sehvermögen nichts neues zutraut. Er hat seinen Enthusiasmus verloren, was sich deutlich im Schreibstil widerspiegelt. Gleichzeitig bekommt man aber auch einen Eindruck seines schriftstellerischen Talents, da ein reicher Wortschatz und stets exakt passende Beschreibungen mich immer tiefer in seine Welt gelenkt haben. Ich konnte mich sehr gut in seine Hoffnungslosigkeit hineinversetzen und bin auch mit ihm langsam daraus aufgetaucht. Das Ende fügt sich wunderbar in die Stimmung des Buches ein. Es geht bergauf, aber bis zur Spitze ist es noch ein weiter Weg. Levi wehrt sich lange dagegen, sein Leben wieder in die Hand zu nehmen. Erst Rea kann ihn mit ihrer zupackenden Art langsam dazu bringen, sich zu bewegen. Es scheint, als würde sie ebenfalls von ihrer Aufgabe profitieren. Man erfährt nur wenig über sie, meistens weicht sie persönlichen Gesprächen aus. Doch das kann nicht ewig gut gehen. 
Das Buch war nicht spannend im herkömmlichen Sinne. Dennoch habe ich es gern zur Hand genommen, auch wenn ich jedes Mal ein bisschen gebraucht habe, wieder ganz in die Geschichte zu finden. Levi hat mich mit seiner störrischen und detailgenauen Art gefesselt. Rea hätte ich selbst gern als Freundin gehabt, vor allem in schweren Zeiten. Die Liebe zu den Figuren und der Wunsch, dass es ihnen wieder besser geht, haben mich weiterlesen lassen. Es ist wie wenn man sich um einen geliebten Menschen sorgt und ständig wissen will, wie es läuft und wie es ihm nun geht.
Zwischendurch gibt es immer wieder Kapitel, in denen Levis Tochter von einer für sie bedeutsamen Erinnerung erzählt. Darin zeichnet sie ihren Vater als einen lebendigen Mann, dessen Kopf aber voller Geschichten ist, die ihn von der wirklichen Welt entfernen. Man spürt deutlich, dass sie ihn liebt und eine glückliche Kindheit hatte, auch wenn sich hauptsächlich ihre Mutter um sie gekümmert hat. Erst am Ende erschließt sich der Sinn dieser Kapitel, doch schon vorher tragen sie zu einem bunterem Bild von Levis Persönlichkeit bei.








Ein Roman, der eher auf Emotionen als auf Action setzt und damit eine tiefe Verbundenheit mit den Figuren schafft. Sehr authentische Charaktere.

Samstag, 6. Mai 2017

{Leseliste} Mai

Für diesen Monat war ich sehr optimistisch und habe mir viel vorgenommen. Es sind hauptsächlich Printbücher, weil ich mal meine Regale entschlacken will und ungelesene ja schlecht aussortieren kann.


Carrie Price - New York Diaries - Sarah
Franka Bloom - Anfang 40, Ende offen
Tara Sivec - Kiss me, Stupid! / Maybe, Baby! / Love me, Idiot!
Steve Mosby - Hölle auf Erden
Nika Lubitsch - Erpresst
Marcus Hünnebeck - Stumme Vergeltung
Stefanie Hasse - Book Elements 3
Robinson Wells - Guides
Kat Reid - Dark Wings

Habt ihr schon was davon gelesen? Welche Bücher habt ihr euch für den Mai vorgenommen?

Mittwoch, 3. Mai 2017

{Rezension} Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen








Seit dem plötzlichen Tod ihres Mannes hat Lili kein Interesse an einer neuen Beziehung. Mit ihrem Job als Illustratorin sorgt sie allein für ihre zwei kleinen Mädchen. Für ein Buch über den Anbau von Gemüse soll sie nun ein Gärtnerseminar besuchen. Kurzerhand nimmt sie auch noch ihre Schwester mit, die sie in den letzten Jahren sehr unterstützt hat. Im Botanischen Garten treffen sie auf total unterschiedliche Menschen, die sich schon bald als echte Freunde erweisen. Und dann ist da auch noch der Leiter des Seminars, dessen zupackender und geduldiger Art Lili nur schwer widerstehen kann.







Insgesamt fand ich die Geschichte sehr realistisch und gefühlvoll geschrieben. Dank einer angenehm leichten Sprache ließ es sich gut lesen und ich war schnell in der Handlung drin. Zwischendurch musste ich immer wieder schmunzeln, so unterhaltsam war es.
Obwohl Lilis Mann Dan bereits seit vier Jahren tot ist, kommen im Lauf des Buches viele Emotionen wieder hoch und sie muss die Vergangenheit nochmal ganz neu verarbeiten. Dabei verändert sich auch ihr Blick auf Dan und ihre Kinder. Sie beginnt jetzt auch die Situation der anderen Beteiligten zu sehen und gemeinsam lernen sie, wie sie loslassen können ohne ihn zu verlieren. Dieser Prozess braucht natürlich viel Zeit, die er hier auch bekommen hat. Besonders der innere Kampf von Lili ist sehr treffend dargestellt. Sie kann sich lange nicht wirklich erlauben, Gefühle für einen anderen Mann zu entwickeln. Es gibt keinen Antagonisten, stattdessen steht sie sich selbst im Weg.
Alle Charaktere sind sympathische und authentische Menschen. Ich konnte mich durchweg gut in sie hineinversetzen, am besten natürlich in Lili, die uns die Geschichte erzählt. An manchen Tagen war ich einfach froh, in eine Welt abtauchen zu können, in der die Figuren einander nur Gutes wollen und bereit sind, sich gegenseitig zu unterstützen. Dabei merkt man schnell, dass jeder sein Päckchen zu tragen hat, oft noch bevor die Dinge tatsächlich angesprochen werden. Doch es gibt so viele kleine Glücksmomente, die das Leben zum Leuchten bringen und mir auch immer wieder ein bisschen Glück geschenkt haben. Besonders die Kinder fand ich sehr realistisch dargestellt. Mit ihrer unbefangenen Art sind sie mir sofort ans Herz gewachsen.
Edward, der Seminarleiter, ist ein freundlicher und hilfsbereiter Kerl. Er steht im Gegensatz zu den typischen Bad Boys der Young Adult - Szene. Die Abwechslung fand ich angenehm, weil man sofort gemerkt hat, dass er Interesse an Lili hat, aber auch, dass er sich nie aufdrängen würde. Einen solchen Mann finde ich für eine dauerhafte Beziehung erstrebenswerter als einen oberflächlichen Macho, der zuerst nur meinen Körper mag.
Liebe und Partnerschaft wird hier nüchtern, aber wahnsinnig realitätsnah dargestellt. Wenn Lili auf ihre Beziehung zu Dan blickt, dann erkenne ich mich darin wieder. So habe ich mich den Charakteren gleich viel mehr verbunden gefühlt. Langjährige Liebe ist nicht mehr romantisch verklärt, wie in den Jugendbüchern, die nur einen verträumten Anfang zeichnen. Stattdessen ist da ein tiefes Gefühl von Heimat, dass alle Stürme übersteht. Nachdem Lili diese Erfahrung gemacht hat, kann sie auch abschätzen, wie es mit einem neuen Mann sein kann, und startet ganz anders als ein Teenager.
Letztendlich geht es aber nicht primär um die Liebesgeschichte, sondern darum, wie man es schafft, auch nach schlimmen Schicksalsschlägen weiterzumachen.
Im Gärtnerkurs gibt es ein lesbisches Paar und eines mit sehr hohem Altersunterschied. Beide werden jedoch als völlig selbstverständlich hingenommen, ebenso wie alle anderen Charaktere mit ihren je eigenen Besonderheiten. Alle Vorurteile, die man vielleicht auch als Leser hat, werden so für unnötig erklärt und beiseite geschoben. Allerdings gewinnt man am Ende den Eindruck, dass jeder für das perfekte Glück einen Partner braucht. Obwohl der Fokus auf Lili liegt, bekommt jeder noch eine Liebesgeschichte verpasst, auch wenn sie noch so gestellt wirkt. Ist das wirklich nötig? Ist ein Ende nur dann gut, wenn jeder zumindest die Aussicht auf eine lebenslange Beziehung hat?
Für Lili ist das Ende nicht abgeschlossen. Es wird zwar angedeutet, wo es hingehen soll, aber die letzten Schritte sind noch zu gehen. Das hat mir gut gefallen, weil es zum Gedanken des Aufbruchs und möglichen Neubeginns passt, der sich durch das ganze Buch zieht.
Zwischen den einzelnen Kapiteln finden sich Anleitungen zum Anbau verschiedener Pflanzen im eigenen Garten. Das fand ich persönlich etwas unpassend, weil es nicht direkt mit der Handlung zusammenhing. Natürlich soll es ums Gärtnern gehen, aber die in den Anleitungen beschriebenen Pflanzen und Arbeitsschritte haben in den umliegenden Kapiteln keine Rolle gespielt. Und der Fokus lag ja auch mehr auf der persönlichen Entwicklung der Figuren als auf dem Gemüseanbau als solchem.








Ein humorvoller und sympathischer Roman, der zeigt, dass nach jeder Nacht ein Morgen kommt, wenn man die Kraft findet, die Jalousie hochzuziehen.

Sonntag, 30. April 2017

{Gelesen} April

In diesem Monat war ich ausgesprochen produktiv, was meine gelesenen Bücher angeht. Ganze 11 Stück habe ich geschafft. Wenn ich so weitermache, dann ist mein SuB in etwa 16 Monaten weg. (Also falls ich so lange keine Bücher kaufen würde...)

Diese Bücher hatte ich mir vorgenommen:


Corrinne Jackson - Touched - Band 2 (und 3)
Cecelia Ahern - Perfect
Sina Müller - Josh und Emma - Dilogie
Erin Watt - Paper Princess
Abbi Waxman - Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen
Mhairi MacFarlane - Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt

Tatsächlich gelesen habe ich all diese:


Erin Watt - Paper Princess / Paper Prince
Sina Müller - Josh und Emma - Dilogie
Jane Austen - Stolz und Vorurteil
Cecelia Ahern - Perfect

Ihr seht schon, ich habe endlich "Stolz und Vorurteil" beendet, nachdem ich beim letzten Mal noch sehr gehangen habe. Es hat mir leider so gar nicht gefallen, obwohl es so viele Menschen lieben. Ich konnte einfach keinen Zugang zu dieser Welt finden, die Personen blieben mir fremd und erst gegen Ende kam ansatzweise sowas wie Spannung auf. Jane Austen hatte ihre Chance, aber jetzt weiß ich sicher, dass ich nichts mehr von ihr lesen will. 

Zum Abschluss wie immer meine Tops und Flops des Monats:


Mhairi MacFarlane - Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt
Niemand schreibt so bezaubernd und kann die Stimmung so gut transportieren. 


Erin Watt - Paper Princess
Wie kann man einen Typen toll finden, der jeden verprügelt und seine Probleme mit Bestechung löst? Die anderen Jungs sind übrigens ähnlich fragwürdige Gestalten.