Freitag, 20. Oktober 2017

{Rezension} Der Herzschlag deiner Worte








Alex ist über den plötzlichen Tod seines Vaters zutiefst erschüttert. Bei der Beerdigung lernt er seine Patentante Jane kennen. Obwohl sie schwerkrank ist, schenkt sie ihm mit ihrer Lebensfreude neue Hoffnung. Dann verliebt sich der alleinerziehende Vater auch noch in die Autorin Maila. Die jedoch blockt jeden Versuch einer Beziehung ab.
Während Alex nun also versucht, sie doch noch für sich zu gewinnen, erfährt er auch immer mehr darüber, was seine Eltern mit Jane verbindet.







Die Geschichte war sehr einfühlsam geschrieben. Alex Gefühlswelt wurde facettenreich geschildert, sodass ich mich von Anfang an gut in ihn hineinversetzen konnte. Die Distanz, die er zu Maila spürt, habe ich ebenfalls empfunden. Sie bleibt immer ein Stück weit geheimnisvoll, aber so, dass ich unbedingt mehr von ihr wissen wollte.
Alex hat eine zweijährige Tochter. Nachdem die Mutter, für ihn nur ein gelegentlicher One-Night-Stand, Leni bei ihm abgesetzt hat, kümmert er sich mit Hilfe seiner Schwester um sein Kind. In zahlreichen Episoden wird er als liebevoller und fürsorglicher Vater gezeichnet, der von Leni innig geliebt wird. Leni war für mich der heimliche Star der Geschichte. Sie hat mich oft zum Schmunzeln gebracht und neue Perspektiven eröffnet. Mit ihrer kindlich authentischen Art musste ich sie sofort ins Herz schließen.
Es dauert eine ganze Weile bis Maila das erste Mal auftaucht. Vorher erleben wir wie Vincent, Alex Vater, plötzlich stirbt, begleiten die Familie auf der Beerdigung und bei ihren ersten zögerlichen Kontakten mit Jane. Langsam entwickelt sich zwischen ihnen eine enge Beziehung, die ihr Leben bereichert. Als Alex Maila zum ersten Mal begegnet, ist dem aufmerksamen Liebesroman-Leser sofort klar, dass sie seine große Liebe sein wird. Das ist auch okay, es geht ja schließlich nicht um das Wer?, sondern um das Wie?. Und das ist ziemlich verzwickt, denn obwohl Maila offensichtlich nicht an einer Beziehung interessiert ist, lässt sie sich auf eine Nacht mit Alex ein. Diese fällt dann für beide viel intensiver aus als gedacht. Trotzdem schickt sie ihn danach fort. Alex hingegen ist in ihren Bann geschlagen und kann sie einfach nicht vergessen, deshalb sucht er verzweifelt nach einer Zukunft für sie.
Zwischen der Haupthandlung gibt es immer wieder Kapitel, die aus der Sicht des toten Vincent erzählt sind. Er begleitet Alex, ob er will oder nicht. Dabei schweifen seine Gedanken aber immer wieder ab und so erfahren wir Stück für Stück wie er Jane kennen gelernt hat und welche Vorwürfe er sich bis heute macht. Dadurch gewinnt auch die Gegenwart eine neue Qualität.
Das Ende hat mich überrascht und die Autorin konnte mich mich mal wieder mit ihrer Interpretation des Schicksals beeindrucken.








Wunderbare Geschichte zum Träumen und Mitfühlen, die neben der ganz großen Liebe auch mit etlichen Geheimnissen aufwarten kann.

Samstag, 14. Oktober 2017

{FBM17} Messebericht

In diesem Jahr muss mein Bericht etwas kürzer ausfallen, da ich nur am Freitag auf der Messe sein konnte. Trotzdem gab es einige spannende Sachen zu entdecken.


Der Tag begann für mich mit dem Bloggertreffen des Knaur-Verlags. Dieses stand ganz im Zeichen der Fantasy, die im Verlag eine große Rolle spielt. Mit dabei waren diesmal Liza Grimm (heißt eigentlich Jennifer Jäger), Markus Heitz und Mona Kasten. So ergab sich die Gelegenheit, die Autoren etwas näher kennen zu lernen und im Anschluss auch Bücher signieren zu lassen.
Bei einer entspannten Fragerunde erfuhren wir, wie sie mit Bloggerrezensionen umgehen und dass konstruktive Kritik wichtig ist. Jeder von ihnen hat seine eigene Technik, wie er eine neue Welt entstehen lässt. Während Jennifer Jäger mit einer konkreten Szene beginnt, muss für Markus Heitz zuerst die Welt und der Plot stehen, bevor er mit dem Schreiben loslegen kann. Das wichtigste für ihn ist dabei eine Tasse Schwarztee. Dagegen kann Mona Kasten nicht ohne Kaffee arbeiten. Auch Jennifer Jäger braucht Nervennahrung; Earl Grey und Schokolade sind bei ihr Pflicht.
Wenn die Geschichte beendet ist, stellt sich bei den Frauen ein gewisser Abschiedsschmerz ein. Der Mann bleibt jedoch völlig nüchtern, er hat schließlich auch kein Problem damit, seine Figuren sterben zu lassen.
Es stellte sich heraus, dass es für die Autoren unbedingt notwendig ist, immer etwas zu schreiben dabei zu haben, sollte man zwischendurch einen genialen Einfall haben. Das schwarze Notizbuch von Markus Heitz könnte dem ein oder anderen schon einmal aufgefallen sein.
Liza Grimms absolute Lieblingsfigur aus ihren eigenen Romanen ist der nordische Gott Loki, der in ihrem neuesten Werk eine zentrale Rolle spielt. Markus Heitz hat ein großes Faible für die Bösewichter in seinen Geschichten. Mona Kasten hängt ihr Herz immer an die zuletzt geschriebene Story. Dementsprechend sind Raven und Wade gerade ganz oben auf ihrer persönlichen Hitliste.
Danach wurden natürlich noch die Titel des neuen Programms vorgestellt. Darunter sind einige Reihenfortsetzungen, aber auch Einzelbände, die wirklich ansprechend klingen. Bleibt gespannt, was ich euch im nächsten halben Jahr präsentieren werde!


Danach hatte ich Zeit, ein bisschen durch die Hallen zu streifen und mir die verschiedenen Verlagsstände anzusehen.
Anschließend ging es für mich zum "Blogger Future Place", einer Veranstaltung, in der über Themen gesprochen wurde, die für (neue) Blogger relevant sind. Die erste Runde drehte sich um den Komplex BookTube, also Youtube-Videos von Buchbloggern. Dafür braucht man vor allem Kreativität und Authentizität. Auch die inhaltliche und technische Qualität ist für den Erfolg entscheidend. Danach gab es einen kurzen Abriss zur Zusammenarbeit mit Verlagen, vor allem zu den Anforderungen, aber auch den Chancen. Ebenso kam die Plattform Netgalley zur Sprache, die gerade Anfängern den Einstieg erleichtert.
Für mich war besonders das Gespräch über Phantastik im Feuilleton interessant. Durch die meist vollständige Abwesenheit phantastischer Bücher in anspruchsvollen Literaturmagazinen ergeben sich für uns Blogger Nischen, in denen wir selbst als Literaturkritiker auftreten können. Gleichzeitig sind wir die Einzigen, die den Bedarf decken und zeigen, dass auch Phantastik anspruchsvoll sein kann.
Zuletzt ging es noch darum, wie man mit seinem Buchblog Geld verdienen kann. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten und auch hier sind der eigenen Kreativität kaum Grenzen gesetzt. Wichtig ist nur, auf die rechtlichen Aspekte zu achten. Man sollte als Kleingewerbe oder Freiberufler angemeldet sein, ein aussagekräftiges MediaKit vorweisen können und die notwendigen Kennzeichnungen in den Posts beachten. Die Seite mein-buchprojekt.de erleichtert die Kontaktaufnahme zu Autoren.


Damit waren die beiden an dem Tag wichtigen Veranstaltungen abgedeckt und ich konnte wieder stöbern gehen. Dabei bin ich auf die "Textbox" gestoßen. Verschiedene Poetry Slammer traten dort auf und gaben auf Deutsch und Französisch ihre Weisheiten preis. Ich saß dort eine ganze Weile und hörte mir Texte an, die mich tief berührten. Dabei erfuhr ich, dass es nur einen kleinen Schritt braucht, um das Leben zu verändern und es manchmal reicht, einfach weiterzumachen.

Insgesamt war es ein erlebnisreicher, ausgefüllter Tag voller Eindrücke. Ich bin sehr froh, auch den ein oder anderen aus meinem "Blogger-Freundeskreis" getroffen zu haben. Hoffentlich kann ich im Frühjahr in Leipzig wieder mehr Zeit in dieser wunderbar buschigen Parallelwelt genießen!

Donnerstag, 12. Oktober 2017

{Rezension} Wedora - Schatten und Tod

Im letzten Jahr habe ich bereits den ersten Teil rund um die Wüstenstadt Wedora rezensiert. Wer sich nicht mehr erinnert oder die Geschichte nicht kennt, sollte damit beginnen.








Liothan und Tomeija führen als Retter Wedoras ein gutes Leben. Während Tomeija sich zur Hohepriesterin ausbilden lässt und vom Daremo persönlich als Gesetzeshüterin eingesetzt wird, beginnt Liothan sich zum höchsten Ganoven der Stadt aufzuschwingen. Doch die benachbarten Reiche könnten bald einen Krieg beginnen und Wedora droht das Zentrum der Auseinandersetzungen zu werden. Können sie mit vereinten Kräften eine Katastrophe verhindern?







Am Anfang des Buches gibt es eine kurze Zusammenfassung des ersten Teils, sodass man gut in die Geschichte hineinfindet, auch wenn man "Staub und Blut" nicht oder vor längerer Zeit gelesen hat.
Es laufen drei Geschichten mehr oder weniger parallel und es dauert ziemlich lange, bis sich dort eine Verbindung ergibt. Zuerst begleiten wir Liothan bei seiner Entdeckungstour durch unterirdische Gänge bis hin zur Smaragdenen Quelle. Dabei findet er eine Möglichkeit, wieder zu seinem geliebten Halunkentreiben zurückzukehren und gleichzeitig immense Macht innerhalb der Stadt zu erhalten. Dann ist da noch Tomeija, die viel Zeit im Tempel von Driochor verbringt, seit er sie im ersten Teil beschützt hat. Doch dann bekommt sie dank ihrer zahlreichen Fähigkeiten einen wichtigen Auftrag vom Daremo und tritt fortan als seine oberste Gesetzeshüterin auf. Schnell wird dem aufmerksamen Leser klar, dass die beiden sich irgendwann in die Quere kommen müssen, weil sie konträre Ziele verfolgen. Doch sie sind auch Freunde seit Kindertagen und schätzen den anderen sehr. Hier ist eine interessante Entwicklung in ihrer Beziehung zu beobachten. In beide konnte ich mich gut hineinversetzen, sodass ich ihr Vorankommen gern verfolgt habe. Auch ihre Handlungsmotive wurden für mich klar und ich habe mit ihnen gefiebert, obwohl offensichtlich nur einer gewinnen kann.
Zusätzlich gibt es zwischendurch immer wieder Kapitel, die in Walfor, der alten Heimat von Liothan und Tomeija, spielen. Die Geschehnisse dort sind teilweise absurd, relativ spannend, aber vollkommen überflüssig. Es gibt keine relevante Verbindung zur Handlung in Wedora, sodass hier einfach eine Parallelhandlung stattfindet, die kein wichtiges Ziel verfolgt. Diese Kapitel hätte man leicht weglassen können und dem Buch hätte nichts gefehlt.
Liothan und Tomeija agieren selbstbestimmter als im ersten Band. Dort waren sie oft nur Spielball der Machenschaften anderer, nun verfolgen sie eigene Pläne und haben ihre Lage voll im Griff. Man merkt auch, dass die Figuren sich in der Zwischenzeit entwickelt haben und nun gereifter sind. Das hat mir im Vergleich sehr gut gefallen. Außerdem werden Intrigen und Zusammenhänge aufgedröselt, die in "Staub und Blut" bereits angedeutet wurden, dort aber unklar blieben. So wird nochmal einiges klarer und man kann noch tiefer in die Welt eintauchen.
Die Welt war ja schon im ersten Band gut durchdacht und detailreich ausgearbeitet. Das zeigt sich auch hier wieder, wenn jedes kleine Rädchen sich mühelos ins große Ganze fügt. Auch die schönen Karten sind wieder drin, sodass man zwischendurch nachsehen kann, wo einzelne Orte liegen.
Die Handlung selbst fand ich sehr spannend. Es gibt ein klares Ziel, auf das die einzelnen Handlungsstränge jeweils zulaufen. Irgendwann werden sie auch miteinander verknüpft und spätestens dann ist klar, wie die Sache enden muss. Auch hier zeigt sich für mich wieder eine Verbesserung zum ersten Band, wenn die einzelnen Unternehmungen nicht mehr willkürlich erscheinen, sondern einem erkennbaren Zweck dienen.
Am Ende kommt es natürlich zu dem großen Showdown, den man bei Markus Heitz zu erwarten hat. Dieser war schön umgesetzt und so beschrieben, dass ich mir alles problemlos vorstellen konnte. Das Ende kam ein bisschen plötzlich, auch wenn es im Hintergrund bereits länger vorbereitet worden war. Der Ausgang der Geschichte zeigt, dass der Autor nicht vorhat, ein weiteres Buch rund um die Stadt Wedora zu schreiben. So ist das Ende zwar befriedigend, aber auch reichlich utopisch und wirkt für mich eher gewollt denn wie die logische Folge der Ereignisse.
Nichtsdestotrotz lohnt sich die Geschichte für alle, die den ersten Band verschlungen haben, ist aber kein Muss.








Eine gute Weiterentwicklung der Geschichte mit einigen spannenden Elementen, aber auch mit einigen Schwächen. Kann man lesen, wenn man die Liothan und Tomeija ins Herz geschlossen hat.

Samstag, 7. Oktober 2017

{Rezension} Sieben Tage voller Wunder

Anfang der Woche kam dieses Buch in die Buchhandlungen. Wer Dani Atkins liebt, sollte es sich besorgen. Obwohl die Geschichte nur so kurz ist, hat sie mich dennoch fasziniert.








Hannah war bei ihrer Schwester in Kanada zu Besuch, um sich über ihren Noch-Freund William klar zu werden. Nun ist sie auf dem Rückweg, doch ein Unwetter sorgt dafür, dass ihr Flugzeug abstürzt. Auf wundersame Weise überlebt Hannah, doch sie wird vom Rest des Flugzeugs getrennt. Mit ihr in der Wildnis ist lediglich der Mann, der ihr bereits am Flughafen aufgefallen ist. Gemeinsam werden sie in den verschneiten Bergen kreativ, um zu überleben. Doch können sie tatsächlich so lange durchhalten, bis sie gefunden werden?







In Hannah konnte ich mich sofort einfühlen. Ihr Freund hat sie betrogen und um etwas Abstand zu gewinnen, ist sie zu ihrer Schwester geflohen. Doch auch nach fünf Wochen kann sie sich nicht zu einer Entscheidung durchringen. Dann sieht sie am Flughafen einen Mann, der ihr sofort auffällt. Er ist attraktiv, höflich und offenbar sucht auch er den Kontakt mit ihr. Doch noch bevor sie ins Flugzeug steigt, verliert sie ihn wieder aus den Augen.
Ich fand sowohl ihre Gedanken als auch das, was sie besonders beachtet sehr authentisch beschrieben. In vielen Situationen hätte ich wohl ähnlich reagiert. Auch Logan, der fremde Mann, ist so dargestellt, dass ich ihn mir gut vorstellen konnte. Ähnlich wie Hannah fand ich ihn von Anfang an interessant und hab mir ein Kennenlernen der beiden herbeigewünscht. Das findet natürlich auch statt, allerdings erst im Flugzeug, als das Unwetter den Piloten bereits zu einer Notlandung zwingt. Doch der Sturm ist so schlimm, dass das Flugzeug abstürzt. Dabei werden Hannah und Logan vom Rest der Passagiere getrennt und finden sich plötzlich allein in der Wildnis wieder.
Dabei werden sie vor etliche Herausforderungen gestellt, die sie jedoch mit Fantasie und Überlebenswille meistern können. Doch es wird mit der Zeit nicht einfacher, vor allem weil es immer wieder schneit. Dennoch geben die beiden die Hoffnung auf Rettung nicht auf. Oft hilft Logan Hannah, durchzuhalten. Seine Ideen sind es auch, die sie voranbringen, für Wasser und Wärme sorgen.
Das Buch habe ich fast an einem Stück durchgelesen, so fesselnd war es. Der Titel verrät ja schon, dass die Geschichte sich über sieben Tage zieht und auch die Kapitel sind in Tage unterteilt. So weiß man zwar, wie lange es noch ist, aber die immer neuen Gefahren und Hindernisse sorgen für Spannung. Lässt man sich darauf ein, ist es bis zum Ende nicht ganz klar, ob es ein Happy End geben kann. Doch dann kommt noch einmal ein fieser Plot-Twist und plötzlich ist alles anders, als man dachte. Ich will hier nicht zu viel verraten, aber damit habe ich wirklich nicht gerechnet.
Insgesamt war die Story doch glaubhaft und ich konnte mir die Umgebung und das Geschehen immer leicht vorstellen. Die Emotionen von Hannah waren anschaulich geschildert, sodass ich viel mit ihr mitgefühlt habe.








Ein emotionaler und spannender Roman, der sich gut lesen lässt, wenn man mal einen Nachmittag frei hat.

Dienstag, 3. Oktober 2017

{Leseliste} Oktober

Okay, "morgen" hat nicht geklappt, aber heute gibt es meine Leseliste für den Oktober. Diesmal habe ich mich wieder etwas zurück gehalten, immerhin startet in zwei Wochen das neue Semester. Vielleicht schaffe ich trotzdem noch zusätzliche Bücher zu lesen, dann lasse ich euch auf Instagram abstimmen.

Da es sich diesmal fast ausschließlich um Rezensionsexemplare handelt, dürft ihr euch auf zahlreiche Berichte freuen. Außerdem ist ja noch die ein oder andere Rezension von September offen.


Kerstin Ruhkieck - Forbidden Touch (3)
Andreas Winkelmann - Housesitter
Antonia Michaelis - Mr. Widows Katzenverleih
Leigh Bardugo - Das Lied der Krähen
Susanna Ernst - Der Herzschlag deiner Worte
Lex Martin - Irresistible

Kennt ihr eines der Bücher oder wollt es demnächst auch lesen? Was habt ihr euch für den Oktober vorgenommen?

Sonntag, 1. Oktober 2017

{Gelesen} September

Im September habe ich erstaunlich wenig gelesen, dafür, dass ich zwei Wochen im Urlaub war. Aber manchmal gibt es eben tausend andere schöne Dinge, mit denen man sich die Zeit vertreiben kann. Obwohl mich eine wahre Flut an Rezensionsexemplaren erreicht hat, habe ich mein Bestes gegeben, die Liste trotzdem abzuarbeiten. Es sind wieder mehr E-Books dabei, weil die im Zug einfach praktischer sind.

Von diesen Büchern, die ich mir vorgenommen habe....


Andreas Winkelmann - Housesitter
Markus Heitz - Wedora - Schatten und Tod (2)
Mona Kasten - Coldworth City
Lily Oliver - Die Tage, die ich dir verspreche
Susanna Ernst - Immer wenn es Sterne regnet
Kerstin Ruhkieck - Forbidden Touch - Teil 2&3
Lauren Oliver - pandemonium (2)
Katy Evans - Mr. President

... habe ich immerhin diese gelesen:


Lauren Oliver - pandemonium /requiem (2/3)
Kerstin Ruhkieck - Forbidden Touch - Teil 2
Katy Evans - Mr. President
Dani Atkins - Sieben Tage voller Wunder
Susanna Ernst - Immer wenn es Sterne regnet
Mona Kasten - Coldworth City
Markus Heitz - Wedora - Schatten und Tod (2)


Katy Evans - Mr. President
Dieses Buch hat alles, was eine gute Liebesgeschichte ausmacht; starke Charaktere, große Gefühle, Leidenschaft und eine spannende Hintergrundstory.


Mona Kasten - Coldworth City
Die Handlung war zu simpel und die Figuren blass. 





Ich war zwar nicht übermäßig erfolgreich, bleibe aber meiner Statistik treu und habe die Liste größtenteils befolgt. Und damit starte ich beschwingt in einen neuen Monat. Morgen dann meine Leseliste für Oktober mit einigen neuen Highlights.

Mittwoch, 27. September 2017

{Rezension} Coldworth City








Vor drei Jahren sind Raven und ihr kleiner Bruder Knox der skrupellosen Forschungseinrichtung AID entkommen. Seitdem leben sie immer in Alarmbereitschaft, denn Raven ist eine Mutantin, deren Kräfte die AID sich zu Nutze machen will. Eines Tages taucht der verschlossene Wade auf und will sie für seine Gruppe rekrutieren. Er bietet ihr an, sie in ihren Fähigkeiten auszubilden und ihnen Sicherheit zu garantieren. Doch bald können sie sich nicht mehr verstecken, denn die Zukunft der Mutanten und aller Menschen ist in Gefahr.







Dies ist eine nette kurze Geschichte für zwischendurch - und keinesfalls mit der Again-Reihe zu vergleichen! Die Liebesgeschichte spielt hier nur am Rand eine Rolle und ist nur mit wenig Gefühl versehen. Ich hatte beim Lesen dein Eindruck, dass der Autorin zu spät eingefallen ist, dass sie die beiden ja zusammen kommen lassen wollte und jetzt quasi aus dem Nichts gegenseitige Zuneigung heraufbeschwören musste.
Insgesamt war mir die Story zu dünn. Da hätte man viel mehr rausholen können. Die Entwicklungen verlaufen nicht langsam, sondern sprunghaft, immer so, dass für die nächste Actionszene die passenden Voraussetzungen geschaffen werden. Dadurch war es schwer, sich tatsächlich in die Figuren hineinzuversetzen. Die Zwischenräume hätten detailreicher ausgestaltet werden können, um die Geschichte tatsächlich lebendig werden zu lassen. So drehte es sich vor allem um die Kämpfe und gefährlichen Einsätze zur Rettung der Welt und weniger um die Charaktere.
Gleiches gilt für die Kampfszenen selbst. Die namentlich benannten Figuren durften anscheinend nicht sterben, jedenfalls hatten sie es immer verhältnismäßig leicht zu gewinnen. Egal ob Nahkampf oder Schusswechsel, bis auf leichte Verletzungen passiert ihnen nichts, die Gegner sind aber mindestens außer Gefecht gesetzt, nicht selten auch tot.
In Raven konnte ich mich noch am besten hineinversetzen, da sie auch am ausführlichsten dargestellt wird. Die meiste Zeit folgt man ihr und kann durch ihre Augen die Welt wahrnehmen. Damit bleibt alles andere so lange rätselhaft, wie sie es nicht versteht. Wade beispielsweise ist lange undurchschaubar und dann plötzlich doch ganz simpel. In die Pläne seiner geheimnisvollen Gruppe wird sie nur nach und nach eingeweiht und auch die AID hat noch einiges zu verbergen. Obwohl es mich manchmal genervt hat, war es doch auch spannend, wie sich langsam ein Puzzle zusammengesetzt hat. Dennoch bleiben einige Fragen offen.
Neben Raven erscheinen sämtliche Nebenfiguren blass. Nur selten erfährt man mehr als den Namen und die Fähigkeit des Einzelnen und die wenigen Interaktionen helfen auch nur bedingt dabei, alle kennen zu lernen. Indem man der Handlung mehr Zeit lässt, hätte man auch deren Charaktere stärker ausbauen können.
Vor allem Knox hätte eigentlich mehr Tiefe verlangt. Er ist ein vielseitiger Charakter, von dem man viel zu wenig erfährt. Als Ravens kleiner Bruder, den sie mit allen Mitteln beschützen will, bleibt er zu oft im Hintergrund. Nur ab und zu dürfen wir auch mal aus seiner Sicht am Geschehen teilnehmen.
Die Mutanten und ihre Kampfkünste erinnerten stark an die Superhelden von Marvel. Jeder hat seine individuelle Fähigkeiten, die sich in Gruppen kategorisieren lassen. Durch Training kann man lernen, sie zu beherrschen und gezielt einzusetzen. Warum jemand Mutant ist und ein anderer bloß ein normaler Mensch, wird nicht erklärt. Vielleicht gibt es keine Regeln. Klar wird nur, dass die Gesellschaft gespalten ist und sich die Menschen aus Angst stark von den Mutanten abgrenzen wollen.
Das Ende bleibt offen für eine Fortsetzung. Ob und wann die kommt, müssen wir abwarten. Aber auch so kann man die Geschichte nach einem Buch weglegen und muss nicht weiterlesen.









Leider ein Roman, bei dem viel Potenzial verschenkt wurde. Nett für zwischendurch, aber nicht mehr. Vielleicht sollte Mona Kasten sich lieber wieder auf Liebesgeschichten besinnen und die Heldensagen anderen überlassen.

Mittwoch, 20. September 2017

{Rezension} Mr. President - Macht ist sexy








Matt hat erlebt, was es bedeutet, wenn der eigene Vater Präsident der USA ist. Doch Lawrence Hamilton wird erschossen und Matt zieht sich aus dem Presserummel zurück. Jahre später kandidiert er selbst für das höchste politische Amt - als unabhängiger Kandidat. Dank seines Charismas und seiner Entschlossenheit gewinnt er die Herzen der Bürger. Auch die junge Charlotte, die er persönlich in sein Wahlkampfteam geholt hat, lässt er nicht kalt. Es entspinnt sich eine Romanze, die nicht sein darf. Aber gegen die Liebe ist selbst ein zukünftiger Präsident machtlos.







Matt ist unheimlich charismatisch, leidenschaftlich und entschlossen. Schon mit seinem ersten Auftreten hat er mich restlos begeistert. Wenn ich Amerikanerin wäre, würde ich ihm meine Stimme geben. Er hat mich mit seiner aufrichtigen Anteilnahme am Geschick der Bürger und seinem Streben nach einem Wandel, der allen hilft, für sich eingenommen. Einen solchen Politiker könnte die Realität auch vertragen.
Doch natürlich ist das hier vornehmlich eine Liebesgeschichte. Ich konnte total verstehen, warum Charlotte von Anfang an von Matt fasziniert ist und trotz aller Gefahren nicht loslassen kann. Immer wieder wird betont, wie heiß er ist und was er in ihr auslöst, sodass ich da sehr gut mitfühlen konnte. Selbst wenn eigentlich gerade gar nichts zwischen den beiden passiert, liegt immer eine knisternde Spannung in der Luft, der man sich als Leser nicht entziehen kann.
Nichts desto trotz bot die Geschichte einen interessanten Einblick in den amerikanischen Wahlkampf, der deutlich härter geführt wird als hierzulande. Das politische Geschehen bietet eine gute Kulisse und ist durchdacht ausgearbeitet, aber so weit heruntergebrochen, dass wohl jeder versteht was passiert, man aber nicht zu sehr darauf fokussiert wird. Die Autorin hat hier ein perfektes Maß gefunden, um den roten Faden in der Liebesgeschichte zu belassen, aber eine komplett neue Atmosphäre dafür anzubieten.
Es gibt einige tolle Szenen zwischen Matt und Charlotte, die ihr Verhältnis deutlich machen. Dabei waren die Gefühle immer so gut beschrieben, dass ich mich in sie hineinversetzen konnte. Vor allem der innere Kampf zwischen Liebe und Verantwortung war für mein Empfinden perfekt umgesetzt. Matt möchte keiner Frau das antun, was seine Mutter als First Lady durchmachen musste. Doch Charlotte kann er einfach nicht aus seinen Gedanken vertreiben, obwohl seine Präsidentschaft für das Land so wichtig ist. Charlotte empfindet ebenfalls eine große Leidenschaft für Amerika, aber eben auch für Matt. Sie weiß, dass sie ihn nie ganz haben kann, aber sie kann auf die Momente mit ihm nicht verzichten. Hinzu kommt, dass ihre Affäre einen Skandal darstellen würde, der Matt die Wahl kosten könnte. Wie kann Matt sie beschützen und sich trotzdem holen, was er so dringend braucht?
Natürlich dürfen in dieser Geschichte die erotischen Szenen nicht fehlen. Zwar sind bereits kleine Berührungen sehr intensiv geschildert, aber auch das große Verlangen kommt nicht zu kurz. Die Worte sind so gewählt, dass das Kopfkino angeschmissen wird und man die Begegnungen der beiden selbst fortführt. Wer allerdings kein Bettgeflüster mag, dem wird es in diesem Buch zu viel sein. Die Story strebt zwar immer voran und es gibt noch mehr Handlung als nur die Sexszenen, aber sie sind eben doch zahlreich vorhanden und lassen sich nicht so einfach überlesen.
Die Geschichte ist aus der Sicht von Charlotte erzählt, nur ab und zu sind Kapitel von Matt geschrieben, die aber wenig Handlung beinhalten. Hier erfährt man nur, dass er ebenso verrückt nach Charlotte ist, wie sie nach ihm. Dadurch konnte ich mich aber gut in Charlotte hineinversetzen und mit ihr mitfühlen und mich mitverlieben. In vielerlei Hinsicht konnte ich mich mit ihr identifizieren.
Immer wieder wird der Kontrast zwischen männlich und weiblich herangezogen, wenn Charlotte Matts Aussehen und Verhalten sowie ihre Reaktion darauf beschreibt. In diesem Falle fand ich das sehr gelungen, weil damit ihre Gegensätzlichkeit als notwendiger Ausgleich hervorgehoben wird. Sie sind wie zwei Pole eines Magneten. Dennoch wird Weiblichkeit nicht mit Schwäche und Unterlegenheit assoziiert. Beide erweisen sich als starke Persönlichkeiten, die wissen, was sie wollen, und bereit sind, dafür einzustehen. Beide sind begabt und intelligent, haben jedoch auch ihre je eigenen Talente. In Zeiten von Feminismus und Genderdebatten kann man hier sehen, dass männlich und weiblich zwei Pole sind, die beide für ein funktionierendes Gleichgewicht unverzichtbar sind. Stärke und Einfühlungsvermögen, Intelligenz und Tatkraft sind nichts, was nur einem Geschlecht zukommt. Dennoch ist es okay, sich in bestimmten Momenten besonders männlich oder weiblich zu fühlen. Charlotte zeigt, dass eine Frau erfolgsorientiert sein darf und sich trotzdem in die Arme eines Mannes fallen lassen kann.
Das Ende könnte nicht passender sein - und lässt einen doch frustriert zurück. Nach dieser Geschichte kann ich nicht sofort eine andere beginnen, weil sie mich so in ihren Bann gezogen hat, dass ich erstmal wieder in die Realität finden muss. Zum Glück gibt es noch einen zweiten Teil, der im Januar 2018 erscheint.








Eine prickelnde Liebesgeschichte vor der großartigen Kulisse des Weißen Hauses. Romantik, Erotik, ein Mann zum Verlieben und eine Frau, die jeden mitreißt. Absolute Empfehlung für alle Fans dieses Genres.

Donnerstag, 7. September 2017

{Rezension} Amnesia

Bei diesem Buch tut es mir wirklich leid, keine positive Rezension schreiben zu können, weil der Klappentext so spannend klang. Aber wenn ich damit jemanden von einem Fehlkauf bewahren kann, ist es das wert. Unter meinen Rezensionen finden sich stattdessen auch einige wirklich lesenswerte Thriller.








Helen hat Krebs und keine Aussicht mehr auf Heilung. Gegen die ständig wiederkehrenden Panikattacken nimmt sie starke Medikamente. Ihre Familie weiß noch nichts von ihrer Krankheit. Als ihr Partner sie verlässt, beschließt sie spontan, zu ihrer Mutter zu fahren. Doch mit Leon, dem Ehemann ihrer Schwester Kristin, gerät sie immer wieder aneinander. Damals gab es ein einschneidendes Erlebnis mit ihrer Jugendfreundin Gela, das Helen einfach nicht vergessen kann. Plötzlich wird Leon ermordet aufgefunden und Helen fehlen jegliche Erinnerungen an den besagten Zeitraum.







Man erfährt direkt zu Beginn von Helens Krankheit und den Medikamenten. Schon bald wird auch klar, dass sie bereits abhängig ist und viel zu große Dosen einnimmt. Die Folge sind immer häufigere Erinnerungslücken. Da nur aus ihrer Sicht geschrieben ist, fehlen dem Leser natürlich die entsprechenden Puzzlestücke und manchmal ist die Erzählung etwas wirr. Helen selbst bleibt blass, erzählt nur das wenige von sich, das direkt mit der Handlung zu tun hat, und gibt keine Einblicke in ihre Gefühlswelt, die sie verständlicher machen könnten. Nur ihre Todesangst wird dauernd ausgebreitet, ist aber für jemanden, der diese Situation nicht kennt, kaum nachzuvollziehen.
Ansonsten passiert erstmal nicht viel. Sie fährt in den Ort ihrer Kindheit, um dort auf ihre Mutter zu treffen, die ihr wie erwartet höflich, aber kühl begegnet. Ihre Schwester dagegen scheint sich über den unerwarteten Besuch zu freuen und nimmt Helen bereitwillig bei sich auf. Immer wieder streitet sie sich lautstark mit ihrem Ehemann, doch Helen gegenüber beteuert sie, dass sie sich lieben. Nach und nach wird detailreicher erklärt, was eigentlich seit dem ersten Erinnerungsfetzen klar war; Leon hat Gela als Jugendlicher geschlagen und vergewaltigt. Niemand war dabei, aber als beste Freundin glaubt Helen ihr natürlich. Einen Prozess gab es damals nicht. Allerdings war Gela danach in Therapie und trinkt seitdem. Der Kontakt zwischen den Mädchen ist abgebrochen. Sie taucht auch nur einmal persönlich in der Geschichte auf und das ist wenig spektakulär. Stattdessen bekommt Helen durch einen Zufall wieder Kontakt zu deren Bruder Martin und die beiden bauen wieder eine Freundschaft auf. Martin macht aber nicht viel außer Zuhören.
Es dauert ganze 140 Seiten bis Leon endlich stirbt. Man könnte denken, jetzt müsste die Story doch endlich Fahrt aufnehmen, aber dem ist leider nicht so. Der Schreibstil und der Aufbau der Handlung waren einfach so langatmig und unspannend, dass ich kein Bedürfnis hatte, weiterzulesen.
Ein wichtiges Element war ein Messer, dass Helen von Anfang an dabei hatte. Sie findet es bei ihrer Ankunft in ihrer Handtasche und später bezeugt es als Tatwaffe ihre Beteiligung an Leon Tod. Hier wäre sicher noch einiges an Spannung zu holen gewesen. Leider geht die Autorin kaum darauf ein, sodass man sich als Leser zwar schon seine Gedanken machen kann, aber nicht muss, weil das Messer keine so große Rolle spielt wie es müsste, wenn es wichtig wäre. Als am Ende alles aufgelöst wird, ist es eher ein "War doch klar" als ein "Was? Echt jetzt?". Genauso verhält es sich mit Helens Tagebuch, in das sie jeden Abend notiert, woran sie sich noch erinnern kann. Morgens wundert sie sich oft über das Geschriebene, aber die Worte selbst kommen leider kaum mal vor, sodass man als Leser wieder nichts hat, um Fragen und damit Spannung zu entwickeln.
Sowohl Helens Mutter als auch ihre Schwester sind irgendwie seltsam. Ihre Mutter hält ihr bei jeder passenden Gelegenheit vor, sie wäre als Kind schon so und so gewesen und jedes Mal denkt Helen, dass stimmt doch nicht. Wirkliche Gespräche finden jedoch nicht statt und eine Erklärung wird auch nicht geliefert. Es heißt einfach nur immer wieder, sie wäre eben gefühlskalt und nur auf ihren Ruf und ihren Vorteil bedacht. Kristin kommt anfangs sehr herzlich rüber und Helen hat anfangs nur positive Erinnerungen. Sie will "ihre Kleine" beschützen vor dem bösen Leon, der sie bestimmt schlecht behandelt. Allerdings ist Kristin ziemlich oberflächlich und auch hier gibt es kein richtiges Gespräch. Später meint Helen dann allerdings, dass sie ja schon als Kind nach ihrer Mutter gekommen sei und ebenfalls nicht zu echten Gefühlen fähig. Es klingt aber eher wie eine Rechtfertigung für ihr Handeln und nicht wie etwas, dass ja eigentlich schon die ganze Zeit bekannt sein müsste.
Am Ende erfährt man indirekt, wer der Mörder war, aber es wird nie ganz klar benannt. Es gibt keine Versöhnung und niemanden, der wirklich was gewinnt. Keine der während der Suche gewonnenen Erkenntnisse war wirklich überraschend.








Eine Geschichte, die trotz spannender Möglichkeiten weitgehend ereignislos bleibt. Es gibt keine Überraschungen und keine Personen, die man ins Herz schließen könnte.

Montag, 4. September 2017

{Leseliste} September

Bevor ich es mir jetzt wieder mit einem Buch gemütlich mache, wollte ich euch noch meine aktuelle Leseliste zeigen. Es ist wieder einiges darauf gelandet, das ich unbedingt lesen will. Drückt mir die Daumen, dass ich das auch schaffe!
Einige der Bücher sind noch aus dem letzten Monat. In letzter Zeit sind so viele Rezensionsexemplare hier eingetroffen, dass ich sie einfach noch nicht geschafft habe. Allerdings fahre ich bald für zwei Wochen in den Urlaub, da ist hoffentlich viel Lesezeit drin und ich kann keine neuen Bücher bekommen. Glaube ich.


Andreas Winkelmann - Housesitter
Markus Heitz - Wedora - Schatten und Tod (2)
Mona Kasten - Coldworth City
Lily Oliver - Die Tage, die ich dir verspreche
Susanna Ernst - Immer wenn es Sterne regnet
Kerstin Ruhkieck - Forbidden Touch - Teil 2&3
Lauren Oliver - pandemonium (2)
Katy Evans - Mr. President

Wenn ihr eines der Bücher schon gelesen habt, dann schreibt bitte unbedingt, wie ihr es fandet! Die Meinungen anderer motivieren mich immer am meisten. Und wenn ihr etwas davon ebenfalls noch liegen habt, vielleicht wollt ihr ja mit mir gemeinsam lesen?

Donnerstag, 31. August 2017

{Gelesen} August

Obwohl ich mal wieder nicht alles von meiner Liste gelesen habe, hat mich die Tatsache, dass ich mir ein Buch vorgenommen hatte, doch mehr als einmal zum Lesen überredet. Da ich diesen Monat aber auch einiges an Buchpost bekommen habe, sind natürlich auch ein paar ganz andere Bücher dazwischen gerutscht. "Alles oder nichts?" lese ich zwar gerade noch, aber da ich es heute oder morgen beenden werde, rechne ich es einfach schon mal dazu.

Nochmal eine kurze Erinnerung an mein Vorhaben:


Kerstin Ruhkieck - Forbidden Touch - Band 2&3
Lauren Oliver - delirium
Jutta Maria Herrmann - Amnesia
Jenny-Mai Nuyen - Heartware
Simona Ahrnstedt - Alles oder nichts
Anne Darling - Der kleine Laden der einsamen Herzen
Lily Oliver - Die Tage, die ich dir verspreche

Diese Bücher habe ich nun gelesen:


Lauren Oliver - delirium
Petra Hülsmann - Glück ist, wenn man trotzdem liebt
Annabel Abbs - Die Tänzerin von Paris
Emma Chase - Liebe nur in Ausnahmefällen
Anne Darling - Der kleine Laden der einsamen Herzen
Jutta Maria Herrmann - Amnesia
Simona Ahrnstedt - Alles oder nichts

Diesmal waren wieder sehr viele gute Bücher dabei, aber letztlich war es dann doch nicht schwer, sich zu entscheiden, welches mein Favorit ist. Und der Flop war ebenso deutlich.


Alles oder nichts? - Simona Ahrnstedt
Dieses Buch hat mich restlos überzeugt. Es hat eine ansprechende Liebesgeschichte, die nicht übertrieben ist, und eine spannende Rahmenhandlung. Die Geschichte entwickelt sich im perfekten Tempo.


Amnesia - Jutta Maria Herrmann
Von diesem Buch hatte ich mir mehr versprochen. Es ging lange nicht richtig los und war selbst dann noch nicht spannend.

Sonntag, 27. August 2017

{Rezension} Der schönste Grund, Briefe zu schreiben

Je länger ich über dieses Buch nachdenke, desto mehr kann ich daraus mitnehmen.








Nach mehr als hundert Jahren soll das Postamt im kleinen Ort Porvenir geschlossen werden, weil zu wenig Bedarf besteht. Für die Briefträgerin Sara würde das die Versetzung in die Stadt bedeuten, fort aus ihrem gewohnten Leben. Um das zu verhindern, beginnen die Bewohner Porvenirs eine Briefkette, die nebenbei auch noch fremde Menschen zusammenführt und das Leben aller verändert.







Dieses Buch hat sich ganz anders entwickelt, als ich es nach den ersten Seiten erwartet hätte.
Man lernt zuerst Rose kennen, eine verwitwete ältere Frau, die auch in die Problematik einführt. Sie ist die Nachbarin von Sara, der Briefträgerin im kleinen spanischen Ort Porvenir. Sie soll in die Stadt versetzt werden, weil das Postamt im Ort nicht mehr benötigt wird. Rose rafft sich nun auf, nach Jahrzehnten des Schweigens einen Brief an ihre beste Freundin aus Jugendtagen zu schreiben und schickt ihn an das Haus, in dem diese damals gewohnt hat. Dann wechselt die Perspektive und man begleitet Alma dabei, wie sie den Brief findet. Seit einigen Tagen wohnt sie nun in besagtem Haus. Der Brief enthält die Aufforderung zu einer Briefkette, um Saras Arbeitsplatz zu sichern. Alma schreibt nun den nächsten Brief an ihre Lieblingsdichterin, die zufällig gerade in Porvenir Urlaub macht, wenn auch eigentlich inkognito. So setzt sich die Briefkette fort und man lernt nach und nach verschiedene Leute aus dem Dorf kennen, die alle ihre eigene Geschichte haben. Zwischendurch gibt es immer Abschnitte, die Saras Leben zeigen.
Nach und nach bilden sich jedoch Verbindungen zwischen den einzelnen Dorfbewohnern, die über die Briefe hinausgehen. Durch unerwartete Begegnungen und neue Freundschaften kann sich bei jedem etwas zum Positiven entwickeln. Der eine kommt aus seinem Schneckenhaus und der andere findet die große Liebe. Je mehr sich der Einzelne öffnet, desto stärker wachsen sie alle zusammen. Doch natürlich kann nicht alles eitel Sonnenschein sein und die Realität ist oft anders, als man denkt.
Ein besonderes Plus ist, dass die Briefe, die in der Geschichte geschrieben werden, immer abgedruckt sind. Sie spielen eine große Rolle für die Handlung und gewähren einen tieferen Einblick in die Figuren.
Ich habe mich allen Protagonisten verbunden gefühlt, konnte ihre Vergangenheit kennen lernen und ihre Handlungen verstehen. Es gab keine direkte Hauptperson, da die Perspektive sich immer wieder ändert. Manche Personen kamen ein bisschen öfter vor als andere, aber jeder hatte Anteil an der Geschichte und für jeden habe ich mich interessiert. Bis zum Schluss hatte ich sie alle in mein Herz geschlossen, obwohl niemand von ihnen irgendwie außergewöhnlich ist. Vielleicht macht hier gerade die Schönheit der Normalität den Reiz aus.
Das Buch ist sehr ruhig geschrieben. Es war sehr angenehm zu lesen, verständlich, aber nicht zu simpel. In vielen kleinen Details wird ein buntes Bild von Porvenir und seinen Bewohnern gemalt. Trotzdem hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen, weil die ganze Atmosphäre so freundlich und lebenshungrig war.
Die Autorin schafft ein gutes Verhältnis zwischen romantischen Liebesgeschichten, den Schattenseiten des Lebens und der Kraft der Freundschaft. Dabei zeigt sie, dass jeder seinen eigenen Weg gehen muss und jeder Weg, der zum persönlichen Glück führt, in Ordnung ist. Dadurch, dass die Figuren einander annehmen, ohne sich gegenseitig verändern zu wollen, sind sie Vorbild für unsere Gesellschaft, deren Sichtweise oft auf einen "Idealweg" beschränkt ist.







Ein Buch, dass mich tief bewegt hat und gleichzeitig leicht und fröhlich vom Leben schwärmt. Wunderbare Sommerlektüre, die Lust macht auf einen Urlaub im idyllischen Spanien.

Samstag, 19. August 2017

{Rezension} Heartware

Also lesen klappt schon wieder ganz gut. Hier ist auch gleich eine neue Empfehlung für euch. Wer mag spannende und actionreiche Geschichten und hat einen kleinen Hang zu Technik? Das ist euer Buch!








Adam Eli hat sich von seiner kriminellen Jugend losgesagt. Als Ghostwriter für Hausarbeiten verdient er nun sein Geld. Eines Tages erreicht ihn jedoch eine mysteriöse Anfrage. Er soll Willenja Curuvija finden, seine Jugendliebe. Wer ist ihr auf den Fersen und was will er von ihr? Bei seiner Suche wird er von Mariel Marigny begleitet, die im Auftrag eines mächtigen Internettycoons arbeitet. Doch sie sind offenbar nicht die Einzigen, die Willenja finden wollen.







Die Geschichte spielt nur ein paar Jahre in der Zukunft und zeigt eine gut vorstellbare Weiterentwicklung unserer technischen Gegebenheiten. Kaum etwas ist uns wirklich fremd, sodass es keine großartigen Beschreibungen braucht, um sich in diese Welt hineinzuversetzen. Auch die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse haben sich nicht wesentlich verändert.
Die Autorin hat einen für dieses Genre ungewöhnlich bildlichen Schreibstil, der mir sehr gut gefallen hat. Dadurch wurde besonders die Umgebung greifbar, was bei den vielen exotischen Orten hilfreich ist. Auch während der Action-Szenen hat sie stets das richtige Verhältnis zwischen Details und Tempo gehalten.
Das Buch steckt voller Figuren, die man nicht richtig einschätzen kann. In diesem Fall hat es das Ganze für mich jedoch erst recht spannend gemacht, weil ich unbedingt wissen wollte, wer welches Ziel verfolgt, auch wenn die vielen Parteien manchmal für ein wenig Verwirrung gesorgt haben. Das klärt sich jedoch zum Ende hin alles auf. Das Buch ist wechselweise aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, sodass man alle beteiligten Parteien verfolgen kann.
Selbst die Hauptfiguren sind lange nicht wirklich greifbar. Einzig Eli blieb so, wie ich ihn eingeschätzt hatte. Dafür ergeben sich im Gesamtgefüge Entwicklungen, die mich völlig überrascht haben. Auch das Ende ließ sich nicht vorausahnen, was für mich bei einem guten Thriller äußerst wichtig ist. Zum Höhepunkt hin steigerte sich die Spannung auch nochmal.
Die Liebe zwischen Eli und Curuvija entwickelt sich unter widrigen Bedingungen und ist vielleicht gerade deshalb so ungewöhnlich und zart. In Erinnerungen wird von der Zeit in einem chilenischen Boot Camp berichtet, die die beiden zusammengeführt hat. Doch sie verrät ihn - und trotzdem bleibt sein Herz ihr neun Jahre lang treu. Bis er sie suchen soll und dabei an Marigny gerät. Wie wird die Zukunft aussehen?
Die Liebesszenen waren an keiner Stelle kitschig, sondern von einer Tiefe und Ehrlichkeit geprägt, die die Figuren sonst zu verbergen versuchen. Dadurch wurde gleichzeitig ihre Menschlichkeit hervorgehoben. Ansonsten fehlen der Geschichte etwas die Gefühle. Wenn überhaupt, werden sie in der pragmatischen Sprache eines Außenstehenden geschildert. Mir sind alle Protagonisten etwas fremd geblieben, gleichzeitig hat mich gerade diese auktoriale Perspektive fasziniert.
Wie es der Thematik angemessen ist, wird natürlich auch Fachsprache verwendet, diese ist aber gut verständlich, wenn man grundlegende Kenntnisse im Computerbereich hat. Also wirklich sehr grundlegend. Durch die Erklärungen und komplexen Vorgänge ließ sich die Geschichte allerdings nicht ganz so schnell lesen wie andere Bücher.
Zwischendurch lässt die Autorin immer wieder philosophischere Passagen einfließen, die mich zum Nachdenken angeregt haben. Was bedeutet es, ein Mensch zu sein? Was ist Liebe? Kann man seinen Charakter ändern? Wer bereits Vorwissen im philosophisch-theologischen Bereich mitbringt, kann hier auch schön die Problematik eine Leib-Seele-Dualismus nachvollziehen. Wer jetzt nicht weiß, wovon ich rede, sollte das Buch trotzdem lesen. Hier ist für jede Interessenlage etwas neues dabei und gleichzeitig hatte zumindest ich nie das Gefühl, dass eine herausragende Vorbildung von mir erwartet wird.








Ein Buch, das auf beeindruckende Weise die Zukunft unserer technologisierten Welt mit etwas Action und einer zarten Romanze verbindet. Ein Buch, dass direkt zum Re-Read einlädt.

Dienstag, 15. August 2017

Wertvolle Zeiten

"Jetzt habe ich ja frei, dann kann ich wieder öfter bloggen und ganz viel Lesen!"
Äh ja. Hat bisher nicht so richtig funktioniert. Obwohl ich tatsächlich gerade keine Verpflichtungen habe (die Sachen für die Uni stehen ganz weit hinten an), hatte das echte Leben in letzter Zeit eindeutig Vorrang vor meinem Blog. Das ist zwar schade, weil mir mein Baby natürlich immer noch viel Spaß macht, aber in dem Fall auch irgendwie berechtigt. Lasst mich erzählen.

Wer meinen letzten Beitrag gelesen hat, weiß, dass ich eine Woche lang mit tollen Kindern unterwegs war. Danach bin ich gleich noch eine Woche bei meinen Eltern geblieben (wenn man schon mal da ist...). In der Zeit habe ich mich mit all den Freunden getroffen, die ich bei meinem Umzug vor drei Jahren zurücklassen musste. Ein Teil von ihnen startet jetzt in ein Auslandssemester, was unsere eh schon geringen Möglichkeiten uns zu treffen auf null reduziert. Da war es natürlich umso besser, diese Zeit gemeinsam zu nutzen. Es war richtig schön, all diese lieben Menschen wiederzusehen, mit denen mich so viel verbindet. Menschen, die mich schon seit gefühlten Ewigkeiten kennen und bei denen ich keinen guten Eindruck mehr machen muss.
Wieder zuhause ging es dann auf diese Weise gleich weiter. Gestern wollte ich dann wirklich einen Beitrag schreiben, aber zuerst war ich zum arbeiten verabredet. (Falls ihr Cashews mögt, dann kann ich euch diese hier wärmstens empfehlen!) Daraus ergab sich dann, dass mein Freund und ich den ganzen Tag dort verbracht haben und erst spät wieder heimgefahren sind. Ich bin dort auf Menschen getroffen, die mir völlig unvoreingenommen gegenüber getreten sind und bei denen ich nicht das Gefühl hatte, mich anstrengen zu müssen, um gemocht zu werden.

Ich versuche ja schon länger, mich mehr mit Menschen zu umgeben, die mir guttun - und weniger mit solchen, die mich auslaugen oder bei denen ich mich beweisen muss. Meine Zeit ist zu kostbar, um sie an diejenigen zu verschwenden, die es nicht zu schätzen wissen. Ich bin sehr dankbar dafür, in den letzten Tagen so viele großartige Menschen getroffen zu haben, mit denen ich mich einfach wohlfühlen konnte. Ich weiß, sie sind selten, aber solange ich mich auf unerwartete Gelegenheiten einlasse, entdecke ich immer mehr von ihnen. Sie machen mein Leben reicher.

Montag, 7. August 2017

{Behind the Screens} Einmal Selbstvertrauen zum Mitnehmen, bitte!

Diesmal bin ich etwas verspätet, weil ich in den letzten Tagen viel Schlaf nachholen musste. Aber die Organisatoren scheinen auch nicht pünktlicher zu sein.


1. Wie war deine Woche?
Ich hatte ja letzten Sonntag schon erzählt, dass ich eine Kinderfreizeit betreue. Wie schon in den letzten Jahren hat es super viel Spaß gemacht. Es ist einfach großartig, die Kinder den ganzen Tag um sich zu haben, mit ihnen zu spielen und zu arbeiten. Manche begleitet man über Jahre hinweg und sieht sie langsam groß werden. Auch unsere thematischen Einheiten kamen an und obwohl wir im Hintergrund ziemlich wirbeln mussten, hat am Ende alles gut funktioniert. Wir hatten auch schönes Wetter, sodass wir viel draußen sein konnten. Unser Haus war direkt am Kurpark, wo wir im Kneippbecken die Füße kühlen und auf der Wiese ein Renn- und Fangspiel spielen konnten. Sogar die Verletzungen hielten sich in Grenzen. Nur Schlafen und Essen muss in so einer Woche hintenan stehen. Aber das ist zu verschmerzen. Dafür nehme ich wunderbare Erinnerungen mit, von Kindern, die mich ohne Grund umarmen, mit mir lachen und mir so viele kleine Glücksmomente geschenkt haben.
Dementsprechend fertig war ich in den letzten Tagen und bin auch noch nicht so viel zum Lesen gekommen. Das wird sich jetzt aber wieder ändern.

2. Hast du schon einmal das Ende eines Buchs zuerst gelesen?
Nein, das habe ich tatsächlich noch nicht gemacht. Ich habe aber einmal das Ende eines Buches gelesen, obwohl ich noch nicht so weit war. Es geht um den vierten Teil von Eragon, den ich richtig langweilig fand und abgebrochen habe. Weil ich aber trotzdem wissen wollte, wie die Reihe ausgeht, habe ich dann noch die letzten paar Seiten gelesen.

3. Was war dein Wochenhighlight?
Es ist so schwer, sich auf ein Highlight zu beschränken. Es würde zu lange dauern, all die Momente aufzuzählen, in denen ich mich in meinem Tun bestätigt gefühlt habe. Vielleicht ist das Highlight dieser Woche einfach die neu gewonnene Gewissheit, dass mein Berufswunsch genau richtig und passend für mich ist.

Mittwoch, 2. August 2017

{Leseliste} August

Da ich jetzt sehr viel frei habe, habe ich mich mal wieder an ein paar mehr Prints gewagt. Daneben natürlich auch eBooks für die Zeit, in der ich unterwegs bin. Wie schon angekündigt, werde ich "Amnesia" noch eine zweite Chance geben.
Kennt ihr eines dieser Bücher und könnt es mir vielleicht empfehlen?


Kerstin Ruhkieck - Forbidden Touch - Band 2&3
Lauren Oliver - delirium
Jutta Maria Herrmann - Amnesia
Jenny-Mai Nuyen - Heartware
Simona Ahrnstedt - Alles oder nichts
Anne Darling - Der kleine Laden der einsamen Herzen
Lily Oliver - Die Tage, die ich dir verspreche

Ich bin gespannt, wie viel ich davon schaffe. Hoffentlich ändert sich nicht wieder so plötzlich mein Geschmack, sodass ich völlig andere Bücher lesen muss. Aber von den meisten ausgewählten habe ich schon gehört, dass sie gut sein sollen, und das motiviert mich.

Sonntag, 30. Juli 2017

{Behind the Screens} Nach den Prüfungen beginnt der Sommer

Es ist mal wieder Zeit für einen Einblick in meinen Alltag. Wobei, jetzt ist ja erstmal Sommer, also raus aus der Routine!
Weitere Infos zur Aktion findet ihr bei BookWalk.


Wie war deine Woche?
Dienstag und Donnerstag standen meine Prüfungen an, beide mündlich. Ich habe mir mal wieder zu viel Stress gemacht, aber ich werde unruhig, wenn ich nicht das Gefühl habe, perfekt vorbereitet zu sein. Letztlich brauchte man nur einen Bruchteil seines Fachwissens und gute Argumente für seine Meinung. Damit waren beide Prüfungen entspannt zu bestehen.
Nachdem das dominierende Element meiner letzten Wochen nun wegfällt, kann ich mir endlich wieder Gedanken über andere Dinge machen. Ich müsste zum Beispiel dringend mal meinen Kleiderschrank aussortieren...
Für mich sind nun erstmal Ferien. Ich bin inzwischen bei meiner Familie, die mich auch schon länger nicht mehr gesehen hat. Heute startet eine Kinderfreizeit, bei der ich als ehrenamtlicher Betreuer mitarbeite. Ich freue mich einfach riesig, dass es in diesem Jahr wieder geklappt hat. Diese Woche ist immer eines meiner Jahreshighlights. In ein paar Jahren kann ich solche Fahrten hoffentlich auch beruflich machen. Gestern habe ich noch die letzten Dinge dafür vorbereitet. Wahrscheinlich geht wieder irgendwas schief, aber dann muss man eben improvisieren. Nach all den Jahren bin ich mittlerweile gut im spontanen Problemlösen. Irgendwas ist ja immer.

Hast du einen liebsten Leseplatz im Sommer und wenn ja, wie sieht der aus?
Am häufigsten lese ich im Bett. Dort halte ich mich sowieso die meiste Zeit auf, wenn ich zu Hause bin. Es ist zu jeder Tageszeit gemütlich und ich habe dort die Möglichkeit, häufiger meine Sitzposition zu ändern. Stillsitzen finde ich anstrengend.


Im Sommer mag ich es aber auch, nach draußen zu gehen. Einfach neben dem Fluss ins Gras hocken und bei Wasserrauschen und Grashüpferzirpen entspannen.

Was war dein Wochenhighlight?
Das Gefühl nach der letzten Prüfung. Rauszukommen, mit Freude über die eigene gute Leistung im Bauch, und zu wissen, dass man jetzt von allen Verpflichtungen befreit ist. Natürlich auch nur begrenzt, aber das ist in dem Moment erstmal egal. Es ist der Geschmack von Freiheit, wenn der Druck, der einen so lange gebremst hat, endlich abfällt.

Donnerstag, 27. Juli 2017

{Gelesen} Juli

Diesmal schon bevor der Monat wirklich zu Ende ist, aber ihr sollt ja endlich mal wieder was von mir hören.

Der ganze Stress rund um die Prüfungen hat mir meinen Plan ziemlich über den Haufen geworfen. Ich musste ein paar leichtere Geschichten einschieben, um überhaupt was zu lesen. "Amnesia" von Jutta Maria Herrmann musste ich unterbrechen und werde es demnächst nochmal versuchen. Die Geschichte fing eigentlich gut an, aber ich habe mich einfach mit der Komplexität schwer getan, wo doch mein Gehirn schon so gequält war.

Aus diesem Stapel ...


Mechthild Gläser - Die Buchspringer
Yrsa Sigurdardottir - Todesschiff
Lily Oliver - Die Tage, die ich dir verspreche
Jutta Maria Herrmann - Amnesia
Caragh O'Brien - Die Stadt der verschwundenen Kinder
Kerstin Ruhkieck - Forbidden Touch - Band 1

... ist das hier geworden:


Mechthild Gläser - Die Buchspringer
Tara Sivec - Love me, Idiot!
Kerstin Ruhkieck - Forbidden Touch - Band 1
Virna DePaul - Mit dem falschen Bruder im Bett
Caragh O'Brien - Die Stadt der verschwundenen Kinder
Stefanie Hasse - Fortunas Vermächtnis (eShort zu "Schicksalsbringer")

Da waren einige wirklich gute Bücher dabei, sodass es mir schwer fällt, mich auf eines festzulegen. Dafür war keines richtig schlecht.


Ashley Little - Niagara Motel
Dieses Buch hat mich positiv überrascht. Es ist stellenweise etwas skurril, aber der Einblick in eine Welt, die oft nicht vorkommt, hat mich berührt und zum Nachdenken gebracht.



Caragh O'Brien - Die Stadt der verschwundenen Kinder
Die Geschichte konnte mich leider nicht fesseln. Zu viele offene Fragen und es war oft schwer, mir die Welt vorzustellen.